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04.04.2024 | Gebäudemanagement, Stadtplanung, Umfragen

So viel zahlen Mieterhaushalte in Deutschland durchschnittlich für das Wohnen

Mieterhaushalte in Deutschland haben im Durchschnitt Wohnkosten von 902 Euro. Davon entfällt gut ein Drittel auf die Nebenkosten. Das zeigt der „Servicemonitor Wohnen“, eine repräsentative Studie des Beratungsunternehmens Analyse & Konzepte immo.consult. Die Höhe ihrer Wohnkosten beurteilen die meisten Mieterinnen und Mieter als angemessen oder sogar als günstig.

Beurteilung der Miethöhe Quelle: Servicemonitor Wohnen 2023 / Analyse & Konzepte immo.consult GmbH

Wohnkosten von Mieterhaushalten. Quelle: Servicemonitor Wohnen 2023 / Analyse & Konzepte immo.consult GmbH

Im Durchschnitt umfasst ein Mieterhaushalt in Deutschland zwei Personen. 578 Euro beträgt die monatliche Nettokaltmiete. Hinzu kommen durchschnittlich 126 Euro für die Betriebskosten sowie 110 Euro für Wärme und 88 Euro für Strom.

Dabei gibt es regionale Unterschiede: In Hessen liegt die Nettokaltmiete mit monatlich 668,32 Euro am höchsten. In Thüringen ist sie mit 382,19 Euro am niedrigsten. Die höchsten Betriebskosten fallen ebenfalls in Hessen an. Sie betragen hier im Schnitt 146,87 Euro pro Monat. Am wenigsten Betriebskosten zahlen die Mieterinnen und Mieter im Saarland mit 82,78 Euro.

Anteil der Wohnkosten am Haushaltseinkommen

59 Prozent der befragten Haushalte benötigen weniger als 30 Prozent ihres Einkommens für Miete plus Betriebskosten. Andererseits geben 9 Prozent der befragten Haushalte mindestens 50 Prozent ihres Einkommens für ihre Wohnkosten aus – exklusive Wärme und Strom. In der niedrigsten Einkommensklasse – unter 1.500 Euro pro Monat – müssen 16 Prozent der Befragten sogar 70 Prozent ihres Einkommens für die Wohnung aufwenden.

10 Prozent der Mieterinnen und Mieter empfinden die Höhe ihrer Miete als sehr gering, 28 Prozent als gering und 40 Prozent als angemessen. „Im Allgemeinen wird die Nettokaltmiete im Vergleich zu den Vorjahren deutlich häufiger als günstig oder sehr günstig bewertet“, sagt Michael Deeg, Geschäftsführer von Analyse & Konzepte immo.consult. „Dies könnte auf die steigenden Neubau- und Neuvertragsmieten zurückzuführen sein. Im Vergleich dazu erscheinen vor allem die älteren Bestandsmieten bezahlbar.“

Insbesondere Personen, die ihre Wohnung seit 1999 oder länger bewohnen, beurteilen die Miethöhe als günstig. Auf der anderen Seite empfinden insbesondere Alleinerziehende ihre Miete als hoch oder sogar viel zu hoch.