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25.11.2023 | Abfallwirtschaft

Hamburger Stadtreinigung: Stadtreinigungstochter STILBRUCH zieht Jahresbilanz

Der schonende und gewissenhafte Umgang mit Ressourcen wird immer wichtiger, darauf weist auch die aktuell laufende „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ hin. STILBRUCH, das Gebrauchtwarenkaufhaus der Stadtreinigung Hamburg (SRH), ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt als Paradebeispiel für kommunale Ressourcenschonung und Angebot der aktiven Abfallvermeidung.

Eingang

Anlieferung (Bilder: Stadtreinigung Hamburg)

Anhand der Umsätze und Stammkund:innen zeigt sich in Hamburg: Wer nachhaltig einkaufen oder entrümpeln möchte, ist beim SRH-Gebrauchtwarenkaufhaus genau richtig. 

Über eine halbe Million Kund:innen kauften bereits mehr als 400.000 Artikel im laufenden Geschäftsjahr, was in Summe über 1.100 prall gefüllte Möbelwagen entspricht. Die Verkaufsschlager sind seit Jahren Glas und Porzellan, aber auch Möbel, Alttextilien und Elektrogeräte in charmanter Flohmarkt-Atmosphäre. Auch Fahrräder schätzen die STILBRUCH-Kund:innen. Hierfür wird eng mit der Fahrradwerkstatt auf dem SRH-Recyclinghof Brandstücken zusammengearbeitet, wo u.a. altersschwachen Drahteseln neues Leben eingehaucht wird, damit sie bei STILBRUCH mit neuen Besitzer:innen vom Hof rollen können. Mehr als1.000 Fahrräder werden so jährlich fitgemacht und bei STILBRUCH weiterverkauft.

Die gefundenen oder noch zu findenden Schätze bekommen die zwei STILBRUCH-Filialen in Altona (Ruhrstraße 51) und Wandsbek (Helbingstraße 63) von den zwölf in Hamburg ansässigen Recyclinghöfen, privaten Spenden von Bürger:innen und der schonenden Sperrmüllabfuhr. Ob „trutschiges“ Sofa oder eleganter Eichentisch – was der eine nicht mehr braucht, ist des anderen Gewinn und weniger für die Tonne. Das zeigt sich auch darin, dass etwa jede fünfte Person nicht nur stöbern kommt, sondern durch „Mitbringsel“ ihren Teil zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Hamburg beiträgt. 

Nicht nur die Nachhaltigkeit sondern auch der soziale Aspekt spielen bei Stilbruch eine Rolle. Denn hier wird Gutes von gestern zu erschwinglichen Preisen von vorgestern angeboten. Ein Konzept, das nicht nur ankommt sondern auch zu bemerkenswerter Kundentreue führt. Etwa 59 Prozent der regelmäßigen Besucher:innen sind eingefleischte Stammkund:innen und immer auf der Suche nach dem letzten Schrei oder neusten Schatz. 

Wer nicht nur seiner ungenutzten Kommode ein zweites oder drittes Leben schenken möchte, sondern auch ganzheitlich, nachhaltig und verpackungsarm einkaufen möchte, für den gibt’s noch ein Getaway für die Hosentasche: die Zero Waste Map App der Stadtreinigung Hamburg. Die "Zero Waste Map" hilft ganz einfach bei der Müllvermeidung. Nutzer:innen, aber auch Einzelhandelsgeschäfte können neue abfallarme Angebote direkt und kostenlos in der Zero-Waste-Map bekannt machen. Das Ziel: abfallarmer Lebensführung näherkommen, ohne auf Lebensqualität zu verzichten.