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28.09.2022 | Energie, Gebäudemanagement, Stadtplanung

KWW - Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende

In der konstituierenden Sitzung des Beirats des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) der Deutschen Energie-Agentur (dena) kommen heute erstmals die 22 Mitglieder in Halle (Saale) zusammen. Das hochkarätig besetzte und ehrenamtlich arbeitende Gremium aus Vertretenden unterschiedlicher Akteursgruppen der Kommunalen Wärmewende unterstützt die fachliche Arbeit des KWW.

Die Beiratsmitglieder mit Vertretenden aus Politik, Wissenschaft, Fach- und Branchenverbänden, Kommunen und Stadtwerken sowie von kommunalen Spitzenverbänden diskutieren die inhaltliche Ausrichtung des KWW, sowie Schwerpunkte und Herausforderungen der Kommunalen Wärmeplanung (KWP).

Das KWW arbeitet seit seiner Eröffnung im April dieses Jahres in Halle (Saale) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) daran, die Kommunen zur KWP zu beraten, Praxiserfahrungen zu teilen und Beratungsmaterialen für die Akteure der Kommunalen Wärmewende in Deutschland aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Der Austausch mit Stakeholdern und Vorreitern der KWP ist dabei ein wichtiger Baustein.

 Die Dekarbonisierung des Wärmesektors ist eine der größten Herausforderungen beim Gelingen der Energiewende. Zentrales Ziel der KWP ist es, die Planungssicherheit für alle öffentlichen und privaten Investitionen zu erhöhen, die sich direkt oder indirekt auf die Wärmeversorgung vor Ort auswirken. Den Kommunen obliegt hierbei eine Schlüsselrolle in der Wärme- und damit Energiewende: Die Zielvorgabe der Klimaneutralität bis 2045 erfordert es, dass in den kommenden 23 Jahren die Wärmeversorgung in jeder Kommune klimaneutral wird.

Robert Brückmann, Leiter des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende, zur heutigen Beirats-Konstituierung:

„Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, so viel energiepolitische und vielschichtige fachliche Expertise in unserem Beirat zusammenzubringen. Die Vertreterinnen und Vertreter werden unsere Arbeit mit ihren jeweils ganz unterschiedlichen und für uns wertvollen Perspektiven auf die Kommunale Wärmeplanung unterstützen. Gemeinsam können wir die Wärmewende in Deutschland voranbringen. Allen ist anzumerken, dass sie aktiv und mit großem Enthusiasmus an der Sache mitwirken wollen. Den Schwung wollen wir für unsere Arbeit der nächsten Jahre mitnehmen.“

 Christian Maaß, Abteilungsleiter „Wärme, Wasserstoff und Effizienz“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK):

„Das KWW leistet als bundesweite Anlaufstelle einen wichtigen Beitrag zur Orientierung und Unterstützung der Kommunen bei der Planung und Umsetzung der Wärmewende vor Ort. Als zentrale Austauschplattform und Koordinator eines Netzwerks zur kommunalen Wärmeplanung wirkt es bei der Systematisierung von Erfahrungen und Best Practices, sowie bei der Entwicklung von Lösungen mit und liefert wichtige Impulse für die Umsetzung einer flächendeckenden kommunalen Wärmeplanung als zentrales Koordinierungsinstrument für lokale, effiziente Wärmenutzung.“

 Dr. Anna Kallert, Abteilungsleiterin „Thermische Energiesystemtechnik“ im Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE):

„Als Forschungsinstitut betrachten wir die Wärmewende und dabei insbesondere den urbanen Gebäudesektor aus wissenschaftlicher Perspektive. Allerdings drängt die Zeit und wir müssen in Deutschland so schnell wie möglich aus der Theorie- in die breite Umsetzungsphase kommen. Dass mit dem KWW nun eine Plattform existiert, die eben die verschiedenen Blickwinkel zur Kommunalen Wärmewende zusammenbringt, ist ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Gerne bringe ich dabei meine wissenschaftliche Expertise in den KWW-Beirat ein, denn nur als großes interdisziplinäres Team gelingt uns diese Mammutaufgabe.“

Weitere Informationen: siehe Link