Public Manager
25.10.2022 | Allgemeine Meldungen

Die Kaufkraft der Europäer beträgt 2022 im Schnitt 16.344 Euro

Die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft in Europa beläuft sich im Jahr 2022 auf 16.344 Euro. Allerdings gibt es zwischen den 42 Ländern deutliche Unterschiede: In Liechtenstein, der Schweiz und Luxemburg haben die Menschen ein deutlich höheres Ausgabepotenzial als im Rest Europas, während die Kaufkraft im Kosovo, in Moldawien und der Ukraine am niedrigsten ist.

So haben die Liechtensteiner mehr als das 43-Fache für Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung als die Ukrainer. Das zeigt die aktuelle Studie „GfK Kaufkraft Europa 2022“, die ab sofort verfügbar ist.

Für das Jahr 2022 haben die Europäer insgesamt rund 11,1 Billionen Euro zur Verfügung, die sie für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, Energiekosten, private Altersvorsorge, Versicherungen, Urlaub, Mobilität oder auch Konsumwünsche ausgeben können. Pro Kopf entspricht dies einer durchschnittlichen Kaufkraft von 16.344 Euro, was einem Wachstum von nominal 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wie viel die Verbraucher jedoch für Ausgaben und zum Sparen tatsächlich zur Verfügung haben, unterscheidet sich sehr von Land zu Land und hängt auch davon ab, wie sich die Verbraucherpreise 2022 entwickeln.

Irland schafft Sprung in die Kaufkraft-Top 10

Wie in den Vorjahren liegt Liechtenstein mit großem Abstand auf dem ersten Platz des Kaufkraftrankings: Das Fürstentum zwischen Österreich und der Schweiz verzeichnet eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 66.204 Euro, womit die Liechtensteiner fast das 4,1-Fache des Durchschnittseuropäers zur Verfügung haben. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Schweiz und Luxemburg: Während die Pro-Kopf-Kaufkraft der Schweizer mit 41.758 Euro fast 2,6-mal so hoch wie die des Durchschnittseuropäers ist, haben die Luxemburger ein Ausgabepotenzial von 37.015 Euro pro Kopf. Damit liegen sie fast das 2,3-Fache über dem europäischen Durchschnitt.

Auch alle anderen Länder in den Top 10 weisen eine sehr hohe Pro-Kopf-Kaufkraft auf, die mindestens 47 Prozent über dem europäischen Durchschnitt liegt. Neu in den Top 10 ist Irland, das mit 24.052 Euro pro Kopf den zehnten Platz belegt, während Schweden um zwei Ränge nach hinten auf Platz elf rutscht. Außerdem tauschen Norwegen und Island in diesem Jahr die Ränge vier und fünf. Das Vereinigte Königreich rückt um drei Plätze nach vorne auf Rang sieben, während Österreich zwei Plätze verliert und auf Rang neun fällt.

Insgesamt liegen 16 der 42 untersuchten Länder über dem europäischen Durchschnitt. Dem gegenüber stehen 26 Länder, deren Pro-Kopf-Kaufkraft unterdurchschnittlich ist – inklusive Spanien, das mit 15.314 Euro pro Kopf etwas unter dem europäischen Durchschnitt liegt. Das Schlusslicht bildet wie im Vorjahr die Ukraine: Dort haben die Menschen durch den Krieg im Land nur noch 1.540 Euro pro Kopf und damit etwas mehr als 9 Prozent des europäischen Durchschnitts zur Verfügung.

Filip Vojtech, GfK-Einzelhandelsexperte im Bereich Geomarketing, kommentiert: „Nachdem die Kaufkraft im letzten Jahr bereits ein moderates Wachstum verzeichnete, steigt sie dieses Jahr im europäischen Schnitt erneut um fast 6 Prozent und damit fast um das Dreifache im Vergleich zu 2021. Dieses Kaufkraftplus wird jedoch nur teilweise die durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine stark ansteigende Inflation ausgleichen können, die in vielen europäischen Ländern zweistellig ausfällt. Zusammen mit der Angst vor steigenden Energiepreisen und der Unsicherheit bezüglich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung werden die Menschen wohl sofern möglich Geld beiseitelegen und größere Anschaffungen in die Zukunft verschieben.“

Vergleich ausgewählter Länder und Regionen

Im Folgenden wird die Kaufkraftverteilung in den Niederlanden, Frankreich, Italien, Spanien, der Tschechischen Republik, Polen, Ungarn und Rumänien genauer betrachtet. Diese bieten aufschlussreiche Einblicke in die regionale Verteilung des Ausgabepotenzials innerhalb der jeweiligen Länder.

Niederlande: Homogene Kaufkraftverteilung in den Provinzen

Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 23.873 Euro liegen die Niederlande europaweit auf dem 12. Platz. Damit haben die Niederländer rund 46 Prozent mehr als der europäische Durchschnitt für Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung.

Auf Ebene der Provinzen lässt sich erkennen, dass sich die regionale Kaufkraft recht ausgewogen verteilt und die Kaufkraftschere von Jahr zu Jahr kleiner wird. In elf der zwölf Provinzen weicht die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft weniger als 6 Prozent vom Landesdurchschnitt ab. Lediglich das Schlusslicht Groningen liegt mit 21.950 Euro pro Kopf etwas mehr als 8 Prozent unter dem niederländischen Durchschnitt. Am nächsten an den Landesdurchschnitt kommt die Provinz Zuid-Holland, wo die Einwohner mit 23.848 Euro pro Kopf nur 0,1 Prozent unter dem Durchschnitt liegen.

Die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft ist in Utrecht zu finden: Die flächenmäßig kleinste Provinz des Landes verdrängt in diesem Jahr mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 25.206 Euro Noord-Holland vom Thron. Damit haben die Einwohner Utrechts knapp 6 Prozent mehr als der Landesdurchschnitt zur Verfügung. Außerdem tauschen dieses Jahr Flevoland und Drenthe die Ränge acht und neun sowie Overijssel und Fryslan die Ränge zehn und elf.

Frankreich: Paris bleibt Spitzenreiter des Kaufkraft-Rankings

Den Franzosen stehen in diesem Jahr durchschnittlich 21.942 Euro pro Kopf zur Verfügung. Damit liegt Frankreich etwas mehr als 34 Prozent über dem europäischen Durchschnitt und auf Rang 15 aller Länder Europas. In den Top 10 befinden sich vor allem Kreise, die in den Regionen Île-de-France und Auvergne-Rhône-Alpes liegen.

Nachdem Paris 2021 das Arrondissement Boulogne-Billancourt als Kaufkraft-Spitzenreiter ablösen konnte, verteidigt die Hauptstadt auch in diesem Jahr die Pole Position. Die Pariser haben eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 36.316 Euro und liegen damit mehr als 65 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Im zweitplatzierten Boulogne-Billancourt hat die Bevölkerung pro Kopf hingegen 34.656 Euro und damit knapp 58 Prozent des französischen Durchschnitts zur Verfügung.

Mit 21.943 Euro pro Kopf liegt der Kreis Dijon nur rund einen Euro über und damit am nächsten an dem Landesdurchschnitt. Schlusslicht bildet wie auch im Vorjahr das nördlich von Paris gelegene Arrondissement Saint-Denis. Die Pro-Kopf-Kaufkraft liegt hier mit durchschnittlich 14.905 Euro mehr als 32 Prozent unter dem Landesdurchschnitt. 

Italien: Kaufkraftstarker Norden und kaufkraftschwacher Süden

In Italien beträgt die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft 18.905 Euro. Damit liegen die Italiener knapp 16 Prozent über dem europäischen Durchschnitt und auf Rang 16 der 42 untersuchten Länder.

In Italien zeigen sich bei der Verteilung der Kaufkraft deutliche Unterschiede zwischen dem wohlhabenden Norden und dem ärmeren Süden. Alle Top 10 Provinzen befinden sich im nördlichen Italien, mit der Provinz Milano wie in den Vorjahren auf dem ersten Platz. In der Region rund um die Modemetropole Mailand beträgt die Pro-Kopf-Kaufkraft 27.013 Euro und liegt damit knapp 43 Prozent über dem italienischen Landesdurchschnitt.

Auf den Rängen fünf bis acht gibt es in diesem Jahr einige Veränderungen: So rückt Monza e della Brianza um einen Rang nach vorne auf Platz fünf, während sich Parma sogar um zwei Ränge auf den sechsten Platz verbessert. Genova wird dafür auf den achten Platz verdrängt. Neu in den Top 10 ist die Provinz Piacenza, die mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 22.544 Euro den zehnten Platz einnimmt.

Umgekehrt sind die zehn kaufkraftschwächsten Provinzen alle in Süditalien gelegen. Schlusslicht ist wie schon in den Vorjahren Crotone, wo den Menschen lediglich 10.790 Euro pro Person zur Verfügung stehen. Dies entspricht etwa 57 Prozent des Landesdurchschnitts. Am durchschnittlichsten ist das Ausgabepotenzial in Perugia: Mit einer Kaufkraft von 18.918 Euro pro Kopf liegt die Provinz 0,1 Prozent über dem italienischen Durchschnitt.

Spanien: Nach wie vor allein im europäischen Mittelfeld

In Spanien hat die Bevölkerung eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 15.314 Euro. Damit liegen die Spanier etwas mehr als 6 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt. Spanien belegt Rang 17 der 42 europäischen Länder und befindet sich allein im europäischen Mittelfeld, entfernt sich im Vergleich zu den Vorjahren jedoch etwas weiter vom europäischen Durchschnittswert.

Nachdem die spanische Hauptstadt Madrid 2021 den Sprung auf Platz eins im Provinzranking geschafft und den langjährigen Spitzenreiter Araba/Alava auf den zweiten Platz verdrängt hat, gibt es in diesem Jahr wieder einen neuen ersten Platz: Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 19.328 Euro liegt Gipuzkoa mehr als 26 Prozent über dem Landesdurchschnitt und führt 2022 das Feld an. Madrid und Araba/Alava rutschen dafür um jeweils einen Platz nach hinten auf die Ränge zwei und drei. Außerdem tauschen Navarra und Zaragoza die Ränge sieben und acht.

Am nächsten am Landesdurchschnitt ist die Inselgruppe der Balearen: Mit 15.596 Euro pro Kopf liegt das beliebte Urlaubsziel knapp 2 Prozent über dem spanischen Durchschnittswert. Der Südwesten des spanischen Festlandes ist am hinteren Ende des Rankings zu finden. Den letzten Platz belegt wie in den Vorjahren Badajoz, die flächenmäßig größte Provinz des Landes. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 11.309 Euro steht den Einwohnern von Badajoz knapp 74 Prozent des Landesdurchschnitts zur Verfügung.

Tschechische Republik: Höchste Pro-Kopf-Kaufkräfte in und um Großstädte

In der Tschechischen Republik beträgt die Pro-Kopf-Kaufkraft in diesem Jahr 12.970 Euro. Damit liegen die Tschechen weniger als 21 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt und rücken um zwei Ränge vor auf Platz 22 der 42 untersuchten Länder.

Wie in den Vorjahren liegt der Hauptstadtkreis Praha auf Platz eins des Rankings nach Kreisen. Mit 17.183 Euro pro Kopf haben die Menschen dort über 32 Prozent mehr für Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung als der Landesdurchschnitt. Damit liegt die Kaufkraft der Prager mehr als 5 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Während es letztes Jahr keine Rangänderungen in den tschechischen Top 10 gab, wird dieses Jahr bis auf den ersten Platz alles etwas durchgemischt. So rutschen die beiden an Prag angrenzenden Kreise Praha-zapad und Praha-vychod, die 2021 auf Rang zwei und vier waren, aus den Top 10, genau wie der Kreis Hradec Kralove.

Auf dem zweiten Platz folgt 2022 Brno-mesto (Brünn), das einen Platz nach vorne rückt. In der zweitgrößten Stadt des Landes hat die Bevölkerung eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 14.055 Euro, womit sie mehr als 8 Prozent des durchschnittlichen Tschechen zur Verfügung hat. Ebenso verbessern sich die Kreise Mlada Boleslav, Beroun, Benesov und Kladno, während die viertgrößte Stadt Plzen-mesto (Pilsen) um vier Ränge nach hinten auf Platz neun fällt. Neu in den Top 10 sind Pribram auf Rang sieben, Kolin auf Rang acht und Nymburk auf Rang zehn.

Im Kreis Praha-vychod liegt das Ausgabepotenzial mit 12.992 Euro pro Kopf am nächsten am Landesdurchschnitt. Der letzte Platz des Kreisrankings geht wie in den Vorjahren an das nordmährische Jesenik an der polnischen Grenze. Hier haben die Menschen eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 10.427 Euro, was rund 20 Prozent unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Polen: Starke Kontraste bei Kaufkraftverteilung

In Polen beläuft sich die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft auf 9.254 Euro. Damit liegen die Polen mehr als 43 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt und rutschen im Vergleich mit allen anderen 41 Ländern um einen Platz nach hinten auf Rang 29.

Das Kreisranking in Polen zeigt, dass der Kontrast zwischen kaufkraftschwachen und -starken Regionen sehr hoch ist. Während nur 82 Kreise eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft aufweisen, ist das verfügbare Nettoeinkommen in 298 Kreisen unter dem Landesdurchschnitt. Ein Vergleich zwischen dem erst- und letztplatzierten Kreis macht die Kaufkraftschere in Polen besonders deutlich: Während die Einwohner des Hauptstadtkreis Warszawa mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 14.900 Euro 61 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegen, hat die Bevölkerung von Kolnenski lediglich 6.179 Euro pro Kopf und damit mehr als 33 Prozent weniger als der durchschnittliche Pole für Ausgaben zur Verfügung. Damit können die Hauptstädter mehr als das 2,4-Fache für Einkäufe, Miete und Strom ausgeben oder sparen.

Im Vergleich zum Vorjahr tauschen Katowice und Poznan die Ränge vier und fünf; außerdem zieht Gliwice in diesem Jahr auf den achten Platz und verdrängt Piaseczynski um einen Rang nach hinten. Die durchschnittlichste Kaufkraft ist im Kreis Krakowski rund um die zweitgrößte Stadt Krakau zu finden: Dort haben die Menschen mit 9.222 Euro pro Kopf rund 0,3 Prozent weniger als der Landesdurchschnitt zur Verfügung.

Ungarn: Höchste Kaufkraft in und um Budapest sowie in Richtung Österreich

Ungarn belegt im europäischen Vergleich Platz 30 der 42 untersuchten Länder. Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf Kaufkraft von 8.751 Euro liegen die Ungarn mehr als 46 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt.

Die Analyse der 20 Komitate Ungarns zeigt, dass sich in den Top 10 wenig getan hat und die kaufkraftstarken Regionen ihre Spitzenplätze verteidigen konnten. Mit großem Abstand liegt das Hauptstadtkomitat Budapest wie im Vorjahr auf dem ersten Platz: 11.293 Euro hat die Bevölkerung hier pro Kopf für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung. Dies entspricht 29 Prozent mehr als dem Landesdurchschnitt. Als einzige Veränderung in diesem Jahr tauschen Tolna und Gyor-Moson-Sopron die Plätze sieben und neun.

Wie 2021 haben auch in diesem Jahr nur fünf der 20 Komitate eine überdurchschnittliche Kaufkraft. Alle liegen entweder in und um die Hauptstadt Budapest herum oder in Richtung der Grenze zu den österreichischen Nachbarn. Mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 8.815 Euro pro Person kommt Veszprem am nächsten an den Landesdurchschnitt heran und liegt nur 0,7 Prozent darüber.

Dem gegenüber stehen 15 und damit drei Viertel aller ungarischen Komitate mit einer unterdurchschnittlichen Kaufkraft. Schlusslicht ist wie im Vorjahr das Komitat Szabolcs-Szatmar-Bereg, wo die Menschen eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 6.792 Euro und damit knapp 78 Prozent des Landesdurchschnitts haben.

Rumänien: Kaufkraftschere öffnet sich weiter

Rumänien hat in diesem Jahr ein Ausgabepotenzial von 8.017 Euro pro Kopf. Damit liegen die Rumänen 51 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt und auf Rang 31.

Im Vergleich zum Vorjahr geht die Schere zwischen kaufkraftschwachen und -starken Regionen in diesem Jahr noch etwas weiter auseinander. Im Top 10 Ranking liegt Bucuresti mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 15.482 Euro deutlich auf dem ersten Platz. Damit haben die Hauptstädter über 93 Prozent mehr als der Landesdurchschnitt und sogar das 3,6-Fache an Kaufkraft als die Einwohner des kaufkraftschwächsten Kreises Vaslui für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung. Dort beträgt das verfügbare Nettoeinkommen lediglich 4.278 Euro pro Kopf, was rund 53 Prozent des Landesdurchschnitts entspricht.

Alle Kreise in den Top 10 weisen eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft auf. Das zehntplatzierte Prahova kommt mit einem Ausgabepotenzial von 8.191 Euro pro Person am nächsten an den Landesdurchschnitt heran, liegt aber dennoch 2,2 Prozent darüber. Alle anderen 32 und damit mehr als drei Viertel aller Kreise liegen unter dem rumänischen Durchschnitt.

Insgesamt finden sich die gleichen Kreise wie im Vorjahr in den Top 10, allerdings mit einigen Rangänderungen. So schiebt sich Cluj 2022 an Timis vorbei und belegt mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 11.643 Euro den zweiten Platz; außerdem tauschen die Kreise Arges und Arad die Plätze sieben und acht.

Zur Studie

Die Studie „GfK Kaufkraft Europa 2022“ liegt für 42 europäische Länder auf feinräumigen Ebenen wie Gemeinden und Postleitzahlen vor, ebenso wie passende Daten zu Einwohnern und Haushalten sowie digitale Landkarten.

Die Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Einkommen ohne Steuern und Sozialabgaben inklusive Transferleistungen und wird pro Kopf und Jahr in Euro als Index ausgewiesen. Die GfK Kaufkraft bezieht sich auf die nominal verfügbaren Einkommen. Dies bedeutet, dass die Werte nicht inflationsbereinigt sind. Basis der Berechnung sind neben Daten der Einkommensteuerstatistik einschlägige Statistiken zur Berechnung von Transferleistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.

Von der allgemeinen Kaufkraft bestreiten die Verbraucher alle Ausgaben für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, aber auch Energiekosten, private Altersvorsorge und Versicherungen sowie andere Ausgaben, beispielsweise für Urlaub, ihre Mobilität und Konsumwünsche.