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06.05.2022 | Klima- und Umweltschutz, Veranstaltungen und Wettbewerbe

Herausragende Initiativen mit Bayerischem Klimaschutzpreis ausgezeichnet

Für besondere Verdienste um den Klimaschutz hat das Bayerische Umweltministerium erstmals einen Preis auf Grundlage des Bayerischen Klimaschutzgesetzes verliehen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat gestern in Regensburg zwei Preisträger mit dem Bayerischen Klimaschutzpreis geehrt.

Bild: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Glauber betonte: "Den Klimawandel meistern wir nur gemeinsam. Klimaschutz ist ein Mitmach-Projekt für die ganze Gesellschaft. Herausragende Leistungen und Engagement für den Klimaschutz wollen wir würdigen und bekannt machen. Dafür haben wir den Bayerischen Klimaschutzpreis ins Leben gerufen. Als Umweltminister freue ich mich sehr über die beiden großartigen und beispielgebenden Projekte, die wir heute auszeichnen konnten." Mit dem Bayerischen Klimaschutzpreis werden besondere Initiativen für den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels gewürdigt. 

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis wurde in zwei Kategorien vergeben: Die erste Kategorie umfasst Privatpersonen, die sich um den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels besonders verdient gemacht haben. Die zweite Kategorie ist für juristische Personen mit herausragendem Engagement vorgesehen, etwa eingetragene Vereine, Kommunen oder Betriebe. Die Gewinner beider Kategorien erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro. Außerdem wird ein Imagefilm über die ausgezeichnete Initiative gedreht, den die Preisträger für sich nutzen können. 

Ausgezeichnet werden Personen mit Bezug zu Bayern: Entweder haben die Teilnehmer ihren dauerhaften Hauptwohnsitz oder Firmensitz im Freistaat, oder sie engagieren sich in Bayern für den Klimaschutz oder die Klimaanpassung. Die Initiative sollte bereits laufen und sichtbare Ergebnisse zeigen oder – wenn sie bereits abgeschlossen ist – in die Gegenwart wirken. Geehrt werden Projekte, die durch ein stimmiges Gesamtkonzept überzeugen. Bei der Auswahl wird unter anderem auf die Kriterien Originalität, Innovation, Übertragbarkeit auf Dritte, Nachhaltigkeit, Kontinuität sowie Transparenz bezüglich der Projektentwicklung und ihrer Umsetzung geachtet. Die jährliche Verleihung des Klimaschutzpreises durch den Umweltminister ist im Bayerischen Klimaschutzgesetz verankert. 

Eine unabhängige Jury hat die Preisträger des Wettbewerbs ausgewählt. Die Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) organisiert den Wettbewerb.  

Die Preisträger sind: 

Kategorie Natürliche Personen 

Wilhelm Kirchensteiner, Markt Indersdorf – "Berufliches Aus- und Weiterbildungsprojekt zum Klimaschutz am Beispiel des Solarkoffers" 

Wilhelm Kirchensteiner ist ein "Pionier" im Bereich Bildung für die Energiewende. Er arbeitete 35 Jahre als Berufsschullehrer im Fach Elektrotechnik in München. Außerhalb der Berufsschule konnte er Solarprojekte an der Mittelschule Markt Indersdorf initiieren und umsetzen, die wesentliche Grundlagen zum Bayerischen Bildungsprogramm "Sonne in der Schule" wurden. Nach seiner Pensionierung entwickelte er die beruflichen Bildungsprojekte zum Klimaschutz für eine Energiewende und Klimaschutz bei Stromversorgung, Heizung und Mobilität national und international weiter. Seine Arbeiten dazu führten ab 1997 zur Gründung des "Bildungszentrums für Solartechnik der LH München (BZS)". Mit dem Technischen Lehrinstitut Dr. Ing. Paul Christiani organisierte er seit 2000 die Herstellung und Lieferung der von ihm entwickelten Lehrmittel und Lehrunterlagen für interessierte Schulen in Europa. 

Kategorie Juristische Personen  

BUND Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu, Mindelheim – Projekt "Prima Klima Kids –Was wäre, wenn…" 

Der BUND Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu hat ein mobiles Bildungsprojekt mit kindgerechten Fabeln bezüglich der Themenfelder erneuerbare Energie, ökologischer Fußabdruck, klimafreundliches Einkaufen und Müllvermeidung konzipiert und umgesetzt. Seit Herbst 2021 ist die mobile Ausstellung "Was wäre wenn..." im Einsatz und lädt mit fünf kreativen künstlerischen Installationen zum Reflektieren der Umweltauswirkungen des menschlichen Handelns ein. Mit einer ansprechenden Bildsprache, Themen aus dem Alltag und mit einer gehörigen Prise Humor versetzt, entsteht ein überraschendes und überzeugendes Gesamtkonzept. Fabeln und ein Rätselheft ergänzen die Installationen an Bäumen im öffentlichen Raum. Die Ausstellung kann von den Gemeinden des Unterallgäus ausgeliehen werden. Das einzigartige Projekt zeigt auf motivierende Art und Weise, wie alle bedeutenden Regeln der Klimakommunikation umgesetzt werden können.