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18.09.2021 | Allgemeine Meldungen

Ernährungssicherung durch nachhaltige Landwirtschaft und freien Handel

Bei ihrem diesjährigen Treffen haben die Agrarministerinnen und Agrarminister der G20-Länder in Florenz darüber beraten, wie die Ernährung der Menschen weltweit nachhaltig gesichert, den landwirtschaftlichen Familien ein angemessenes Einkommen ermöglicht und zugleich Umwelt und Klima besser geschützt werden können.

Staatssekretärin Beate Kasch (Bild: BMEL/'Thomas Trutschel/phototek.net

Diese gemeinsame Aufgabe ist angesichts der aktuellen Herausforderungen des Klimawandels, der Corona-Pandemie sowie der steigenden Anzahl der Hungernden dringender denn je. Für Deutschland nahm die Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Beate Kasch, an dem Treffen teil. In den Verhandlungen bekräftigte sie die Bedeutung von mehr Klimaschutz in den weltweiten Ernährungssystemen.  

Beate Kasch: „Der Klimawandel gefährdet die weltweite Ernährungssicherung - darauf brauchen wir eine starke Antwort. Hier haben wir einen entscheidenden Schritt gemacht. Im Abschlusskommuniqué haben wir festgehalten, dass die G20 nicht nur die Klimaanpassung der weltweiten Landwirtschaft, sondern explizit auch die Eindämmung des Klimawandels in den Blick nehmen. Das ist ein wichtiger Erfolg. Deutschland leistet hier bereits einen großen Beitrag, etwa mithilfe von Wissenstransfer in unseren bilateralen Kooperationen mit Entwicklungsländern. Zudem gibt es ein klares Bekenntnis der G20 zum freien und fairen Handel. Gerade vor dem Hintergrund einer weltweiten Pandemie kann er einen entscheidenden Beitrag leisten, den Hunger zu bekämpfen und die Einkommenssituation in den ärmeren Regionen der Welt zu verbessern.“  

Zudem bekräftigte die Staatsekretärin nochmals die deutsche Unterstützung eines globalen One-Health-Ansatzes. Die Gesundheit von Mensch, Tier und eine intakte Umwelt sind eng miteinander verbunden. Corona habe dies allen vor Augen geführt. Die Erfahrungen der verschiedenen Sektoren müssen genutzt, ausgetauscht und strategisch zusammengeführt werden, um ähnliche zoonotische Pandemien künftig zu verhindern.  

Kasch: „Die Gesundheit von Tieren leistet auch einen Beitrag für die Gesundheit der Menschen. Mit unserem neuen Institut für Internationale Tiergesundheit/One Health am Friedrich-Löffler-Institut leisten wir hier bereits wichtige Arbeit.“  

Staatsekretärin Kasch dankte der italienischen Präsidentschaft für ihren großen Einsatz und betonte, die ambitionierte Abschlusserklärung sei auch ein deutliches Signal für den bevorstehenden UN Food Systems Summit.  

Hintergrund:

 Die G20 wurden 1999 als informelles Forum für die internationale wirtschaftliche und währungspolitische Zusammenarbeit gegründet. Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer stehen für fast zwei Drittel der Weltbevölkerung, über 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels. Im Agrarbereich stehen sie für 60 Prozent der weltweiten Anbauflächen und 80 Prozent des Welthandels mit Lebensmitteln.  

Seit 2008 findet jährlich ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs statt. Neben den Gipfeltreffen lädt die jeweilige Präsidentschaft nach ihrer Entscheidung auch zu Fachministertreffen ein. Seit 2011 wird regelmäßig das G20-Agarministertreffen veranstaltet.