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18.06.2021 | Klima- und Umweltschutz

Bundesumweltministerium fördert Ressourceneffizienz und Klimaschutz in Niederbayern und Oberpfalz

Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert in Bayern Netzwerke für Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Das Klimaschutz-Netzwerk für die Mitgliedskommunen der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE GmbH) erhält vom BMU über seine Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) rund 328.000 Euro. Außerdem unterstützt das BMU den Aufbau eines Ressourceneffizienz-Netzwerks für den Landkreis Deggendorf mit rund 590.000 Euro.

Florian Pronold überreicht Förderschecks für Projekte der AG Obere Vils-Ehenbach und des Landkreises Deggendor (Foto: BMU/Hummel)

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im BMU, hat gestern Förderschecks über rund 918.000 Euro an das Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden überreicht, das die Projekte koordiniert. Insgesamt unterstützt das BMU das IfE bei 11 Projekten mit rund 5,5 Millionen Euro.

Florian Pronold: "Ohne wissenschaftliche Grundlagenforschung wüssten wir nur wenig über die Folgen des Klimawandels. Und ohne die Forschung an technischen Innovationen hätten wir keine ausreichende Antwort auf den Klimawandel. Die Hochschule ist ein Motor für Innovationen – insbesondere das Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden und die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE GmbH). Sie haben die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative genutzt, um in ein kommunales Klimaschutznetzwerk zu investieren. Kommunen und Wissenschaft gehen auch bei der Ressourceneffizienz gemeinsam vor. Das beweist der Landkreis Deggendorf, der zusammen mit dem IfE eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung vorantreibt."

Ziel des Klimaschutz-Netzwerkes der AOVE GmbH, für das das BMU 328.000 Euro bereitstellt, ist die Entwicklung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in den neun oberpfälzischen Kommunen Edelsfeld, Freihung, Freudenberg, Gebenbach, Hahnbach, Hirschau, Schnaittenbach, Poppenricht und Vilseck des Landkreises Amberg-Sulzbach. Das Netzwerk plant den klimafreundlichen Ausbau erneuerbarer Energien, eine klimafreundliche Bauleitplanung (Einsatz ökologischer Baustoffe et cetra), Maßnahmen wie sommerlichen Wärmeschutz und die Begrünung von Dachflächen, die Entwicklung von CO2-Kompensationsmaßnahmen vor Ort, Informationen zu Klimaschutzbeteiligungen und Kooperationen, zur regionalen Wertschöpfung und Maßnahmen zur Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung.

Hierfür werden jährlich vier professionell moderierte Netzwerktreffen mit einem breiten Erfahrungsaustausch stattfinden, bei denen fachspezifische Themen mit den relevanten Ansprechpartnern in den Kommunen erörtert werden. Durch den stetigen Erfahrungsaustausch werden sich Synergieeffekte ergeben, die innerhalb des Netzwerkes optimal genutzt werden können. Zudem werden in den Kommunen konkrete Projekte auf deren technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin geprüft und dem Netzwerk insgesamt als wichtige Erfahrungsplattform dienen.

Einen weiteren BMU-Förderscheck in Höhe von rund 590.000 Euro hat Florian Pronold heute dem Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden zum Start des Projektes "Netzwerkphase für ein Ressourceneffizienz-Netzwerk für den Landkreis Deggendorf" überreicht.

Das Ressourceneffizienz-Netzwerk wird den schonenden und gleichzeitig effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen in den 23 teilnehmenden Kommunen des Landkreises Deggendorf stärken. Hierdurch wird der Ressourceneinsatz gesenkt und die daraus entstehenden Umweltbelastungen deutlich verringert. Themen wie der effizienten Klärschlammverwertung im Verbund, der Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz auf Kläranlagen (zum Beispiel Phosphorrückgewinnung) und dem ressourcenschonenden Umgang mit Energie (zum Beispiel Abwärmenutzung) kommt eine entscheidende Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der Netzwerkziele zu.

Um die Wirksamkeit der entwickelten Maßnahmen überprüfen zu können, werden im Rahmen des Netzwerks Effizienzziele mit allen teilnehmenden Kommunen definiert und auf Basis eines transparenten Monitoringsystems kontinuierlich überprüft. Wie bei dem Klimaschutz-Netzwerk der AOVE GmbH, so werden auch für das Ressourceneffizienz-Netzwerk im Landkreis Deggendorf jährlich vier moderierte Netzwerktreffen zum Erfahrungsaustausch stattfinden.

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Im Zeitraum 2008 bis 2020 wurden bereits etwa 35.500 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,23 Milliarden Euro durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen.

Der Aufbau kommunaler Netzwerke wird ebenso wie die Erstellung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten durch ein Klimaschutzmanagement über die Kommunalrichtlinie im Rahmen der NKI gefördert. Im Zuge des Corona-Konjunkturprogramms sind die Förderbedingungen erheblich verbessert worden, indem Förderquoten erhöht, Eigenanteile gesenkt und die Förderbedingungen für finanzschwache Kommunen optimiert. Die verbesserten Förderbedingungen gelten noch bis Ende dieses Jahres. Anträge für die Kommunalrichtlinie können ganzjährig gestellt werden.

Auskunft und telefonische Beratung zu den Förderprogrammen der NKI:

Fragen zur Antragstellung nimmt der Projektträger Jülich (PtJ) per Telefon unter 030 20199 577 oder per E-Mail an: ptj-ksi@fz-juelich.de entgegen.

Bei Fragen rund um die Förderung bietet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des BMU kostenlose Beratung an, telefonisch unter 030 39001-170 oder per E-Mail an: skkk@klimaschutz.de.