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07.05.2020 | Gebäudemanagement, Klima- und Umweltschutz, Museumstechnik

Museen stark machen für den KIimaschutz

Kultur und Klimaschutz – wie lassen sich diese beiden Themen zusammendenken und praktisch zusammenführen? Diese Frage verfolgen immer mehr Kultureinrichtungen, und das nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern weltweit. Das wichtige Thema hat die EnergieAgentur.NRW jetzt aufgenommen.

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW hat sie dazu ein neues Angebot entwickelt: Kultureinrichtungen in NRW, zunächst insbesondere Museen, die den Klimaschutz in ihrem Haus vorantreiben möchten, unterstützt die EnergieAgentur.NRW ab sofort mit einem neuen umfangreichen Informationsangebot (siehe Link). Museen in kommunaler oder öffentlicher Trägerschaft in NRW können zudem eine Initialberatung vor Ort zu technischen und strategischen Fragestellungen in Anspruch nehmen.

Museen dienen der Bewahrung von Kulturgütern, der Wissensvermittlung und der Freizeitgestaltung. Dabei haben sie immer auch eine erhebliche Klimawirkung. Denn die zentralen Tätigkeiten eines Museums sind mit Treibhausgasemissionen verbunden, wie etwa das Klimatisieren der Depots, die Beleuchtung von Vitrinen, das Transportieren der Leihgaben, die Anreise der Gäste und ebenso das Betreiben des Museum-Cafés und auch die Herstellung der Produkte für den Shop. Doch nicht etwa das Streichen von Leistungen im Namen des Klimaschutzes ist die Lösung. „Ein konsequenter Blick auf das Detail macht es immer möglich, klimafreundliche Verbesserungen oder Alternativen zu finden“, so weiß Sabine Jellinghaus, Beraterin der EnergieAgentur.NRW, aus der bereits erfolgten Zusammenarbeit mit Museen in NRW zu berichten.

Klimaschutz lässt sich in einem Museum überall dort verankern, wo es darum geht, das Haus mit Energie zu versorgen, den Verbrauch von Energie und Ressourcen zu optimieren und sich den Klimaänderungen anzupassen. Ebenso ist es wichtig, die Themen Anreise und Dienstreise in den Blick zu nehmen und Verbesserung interner Betriebsabläufe zu bewirken. Eine große Chance ist es aber auch, sowohl mit den Mitarbeitenden als auch mit den Besucherinnen und Besuchern über Klimawandel und Klimaschutz ins Gespräch zu kommen. „Es ergeben sich schnell zahlreiche positive Aspekte aus dem gemeinsamen Einsatz für den Klimaschutz“, berichtet Beraterin Jellinghaus. „Entscheidend ist, das Klimaschutzhandeln für Mitarbeitende transparent zu machen, dann kann eine Klimaschutzmaßnahme sogar bestehende Arbeitsprozesse verbessern und die Motivation stärken.“

Die neue Online-Plattform der EnergieAgentur.NRW unterstützt Museen auf diesem Weg zu mehr Klimaschutz und präsentiert konkrete Lösungsansätze. Gute Beispiele bieten Einblicke in die Vorgehensweise anderer Einrichtungen und regen zur Vernetzung an. Bei der Inititalberatung vor Ort durch das Team der EnergieAgentur.NRW lassen sich zudem individuelle Ansatzpunkte für passende Maßnahmen und neue Ideen finden.