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30.01.2019 | Polizei und Rettungsdienste, Winterdienst

Ein Alleskönner gegen Schnee und Eis: Der Unimog im Dauerbetrieb

Zu Jahresbeginn hatte der Winter die Alpenregion fest im Griff. Auch die kleinste bayerische Gemeinde mit eigener Verwaltung, Jachenau im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Die 842 Einwohner mussten wegen des starken Schneefalls in den Bayerischen Alpen von außen versorgt werden.

Seit 40 bzw. 27 Jahren im Einsatz der kleinen Gemeinde Jachenau im Isarwinkel (Landkreis Bad Tölz): Mercedes-Benz Unimog U 1300 L (links) als Tanklöschfahrzeug, und das Löschgruppenfahrzeug Unimog U 1550 L

Tanklöschfahrzeug U 1300 L als mobile Straßensperre: Kein risikobereiter Fahrzeuglenker konnte sich in der Zeit des Katastrophenfalls an Absperrung und Unimog vorbeimogeln. (Fotos: Daimler AG)

Hilfe kam durch die Freiwillige Feuerwehr Jachenau. Mit ihrem Mercedes-Benz Unimog U 1550 L, Bj. 1992 (Baureihe 437), der als Lösch­gruppenfahrzeug (LF8) seit 27 Jahren im Dienst steht, gewährleistete sie die Lebensmittelversorgung und half bei Abschleppdiensten. Über zehn Mal fuhr die Feuerwehr in den Tagen der Isolation mit ihrem 100 kW (136 PS) starken geländegängigen Veteranen zum offiziellen Versorgungslager ins 35 Kilometer entfernte Krün. Dort wurden Lebensmittel und andere Versorgungsgüter geholt.

Der andere Unimog, ein langjährig bewährter U 1300 L, Baujahr 1979 (Baureihe 435), ein Tanklöschfahrzeug (TLF), wurde zur Straßensperrung benötigt, da viele Verbindungsstraßen im Isarwinkel wegen der Schneemassen unbefahrbar und von umsturzgefährdeten Bäumen bedroht waren. Feuerwehr­kommandant Andreas Demmel: „Die Entscheidung der Gemeinde, Unimog für uns anzuschaffen, hat sich schon in der Vergangenheit oft als richtig erwiesen. Wir konnten uns auch dieses Mal wieder zu 100 Prozent auf die Unimog verlassen“.