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29.06.2018 | Energie

Olaf Kaspryk bleibt Chef der star.Energiewerke

Aufsichtsrat und Gemeinderat der Stadt Rastatt sprechen sich einstimmig für den 55-jährigen Diplom-Ingenieur aus –Vertrag vorzeitig verlängert bis 2024

Olaf Kaspryk und Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (v.l.) unterzeichnen die Vertragsverlängerung für den star.Energiewerke-Chef. (Foto: Stadt Rastatt)

Olaf Kaspryk (55) bleibt Geschäftsführer der star.Energiewerke bis 2024; das besiegelten jetzt Rastatts Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch und Olaf Kaspryk mit ihren Unterschriften. Aufsichtsrat und Gemeinderat haben sich am 22. März und am 14. Mai 2018 jeweils einstimmig für die vorzeitige Vertragsverlängerung ausgesprochen.

Hans Jürgen Pütsch, auch Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, sagt zur Wiederbestellung des diplomierten Bau-und Wirtschaftsingenieurs: „Diese Entscheidung ist uns leicht gefallen. Herr Kaspryk hat die star.Energiewerke konsequent umgebaut, neu ausgerichtet, auf die Erfolgsspur gebracht und für die Zukunft gut aufgestellt."

Olaf Kaspryk denke unternehmerisch, blicke über den Tellerrand hinaus, habe ein sicheres Gespür für Chancen und den Mut, neue Wege zu gehen. „Er ist ein Visionär, kein Verwalter", meint der Aufsichtsratsvorsitzende, das sei bei den anstehenden Herausforderungen der Energiebranche durch Energiewende, Digitalisierung und Demografie wichtig. Besonders hervorzuheben sei auch sein Engagement im Kampf gegen die PFC-Belastung in der Region. Beharrlich und mit innovativen Konzepten setze er alles daran, für die Bevölkerung in Rastatt und Umgebung auch in Zukunft sauberes Trinkwasser gewährleisten zu können.

Olaf Kaspryk freut sich über das einstimmige Votum: „Ich danke allen Aufsichts-und Gemeinderäten für ihr Vertrauen in meine Person und Leistung sowie für die wertvollen Impulse und die partnerschaftliche, offene Zusammenarbeit."

Konsequent Zukunft gestalten

Seit Mai 2009 steht Olaf Kaspryk dem Unternehmen vor: Er hat die star.Energiewerke seither organisatorisch konsequent weiterentwickelt, die Effizienz erhöht und erfolgreich auf die veränderten Marktbedingungen eingestellt. Die Strategie trägt Früchte, das Jahresergebnis 2017 das Beste in der Geschichte des Unternehmens. Die nächsten Jahre stehen im Zeichen der Digitalisierung; in ihr sieht Olaf Kaspryk die große Chance, die Effizienz zu erhöhen, intelligente Kundenlösungen zu bieten sowie die Themen Smart City und E-Mobilität zu forcieren. „Wir wollen im Jahr 2023 ein kundenorientiertes agiles Unternehmen sein, das vorwiegend auf regionale Energie setzt und mit innovativen Dienstleistungen für die Wohnraumwirtschaft am Standort punktet", sagt Olaf Kaspryk.

Wegweisendes schaffen

Typisch für Kaspryks ganzheitliches Herangehen sei beispielsweise der Ausbau der Wärme-und Kälteversorgung mit hocheffizienten Blockheizkraftwerken in mehreren Stadtteilen. Inzwischen wurden die Wärmeinseln und deren Blockheizkraftwerke intelligent vernetzt. Die Anlagen erzeugen Strom vorrangig dann, wenn er besonders knapp und teuer ist; eine lukrative neue Einnahmequelle. Bei Stromüberschüssen werden sie abgestellt; die erforderliche Wärme kommt dann aus den Pufferspeichern. Diese Art von Sektorkopplung ist nicht nur wirtschaftlich von Vorteil, sondern auch im Sinne der Energiewende. Wegweisend ist auch die Optimierung der Trinkwasserversorgung in Rastatt: Olaf Kaspryk hat zu Beginn seiner Amtszeit das System so umgestellt, dass die ganze Stadt zentral versorgt werden kann. Ein Glück: Denn sonst wäre die Wasserversorgung seit dem Auftreten der PFC-Problematik noch schwieriger geworden. Inzwischen ist ein Wasserwerk bereits mit hochwirksamen PFC-Filtern ausgestattet, eine Online-Überwachung der Wasserqualität wird ab Herbst 2018 realisiert.