T-Systems bringt Stadtbahnen im östlichen Ruhrgebiet ans Netz
T-Systems sorgt in den Städten Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen und Herne im Rahmen der Kooperation östliches Ruhrgebiet für bessere Verbindungen im Nahverkehr. Mit der Lösung der Telekom-Tochter überwachen und steuern die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) und die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) zukünftig auch ihren Stadtbahnverkehr. Der Auftrag umfasst einen zweistelligen Millionenbetrag.
Von der Verbesserung profitieren vor allem die Fahrgäste. Nicht nur an den Bus-, sondern auch an den Bahnhaltestellen, im Internet und per App wird die Ankunft in Echtzeit angezeigt. Dies schafft für die Wartenden Transparenz. Durch die Einbindung der Stadtbahnen in das Betriebsleitsystem können zudem die Anschlüsse gesichert werden. Busfahrer erhalten eine Info, wenn sich Bahnen verspäten. In verkehrsarmen Zeiten sowie in weniger frequentierten Stadtrandbereichen ist dies ein großer Vorteil für die Fahrgäste. Das neue System verbessert den gesamten Verkehrsfluss. Gerade bei Staus, Messen oder Fußballspielen ist dies von großem Nutzen.
T-Systems rüstet 157 Stadtbahnen um
T-Systems wird 157 Stadtbahnen mit Bordrechnern inklusive Software und Bedienteilen, Fahrgastsprechstellen sowie TETRA-Funkgeräten ausrüsten. Dadurch sind die Fahrzeuge ständig mit den Leitstellen verbunden, die so den Einsatz der Bahnen besser planen und aufeinander abstimmen können. Um auch in Tunnelstrecken eine reibungslose Verbindung zwischen Fahrzeugen und Leitstellen zu gewährleisten, installiert T-Systems dort entsprechende TETRA-Kommunikationsinfrastruktur. Auch die Erweiterung der zentralen Systeme sowie die Ausstattung der Betriebshöfe mit WLAN, um die Bordrechner der Bahnen mit aktuellen Daten versorgen zu können, gehören zum Leistungsumfang. Ziel des Projekts ist die vollständige Integration des Stadtbahnbetriebs in das vorhandene Betriebsleitsystem. Das Projekt soll Ende 2017 abgeschlossen sein.
300 Millionen Fahrgäste in Bochun und Dortmund jährlich
„Nachdem wir für die beiden Verkehrsbetriebe bereits ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem (itcs) für über 500 Busse einrichten konnten und die Kunden seit mehreren Jahren mit diesem sehr zufrieden sind, freut es uns, dass wir nun den Zuschlag für Bauphase 2 erhalten haben und somit nun auch die Stadtbahnen in das Leitsystem bringen können“, sagt Ralf Skotarek, Senior Sales Manager aus dem Bereich Travel, Transport & Logistics bei T-Systems.
„Mit der Integration der Stadtbahnen in unser Leitsystem schließen wir die Lücke, um den jährlich rund 300 Millionen Fahrgästen in Bochum und Dortmund flächendeckend ein qualitativ noch hochwertigeres Angebot zu liefern, bei dem alle Prozesse direkt aufeinander abgestimmt sind. Dies betrifft im Besonderen die Anschlusssicherung und die Fahrgastinformation in Echtzeit und kommt somit direkt unseren Fahrgästen zugute“, sagt Norbert Grossek, Leiter Unternehmensstabstelle Strategische IT-Projekte von der Bogestra.
„T-Systems hat umfangreiches Branchen-, TETRA-, IT- und itcs-Know-how und kennt unsere betrieblichen Abläufe. Diese Mischung zusammen mit einer überaus professionellen und kooperativen Projektabwicklung macht T-Systems für uns zum idealen Partner“, erklärt Franz-Josef Senf, Leiter Informationsübermittlungs- und Prozesstechnik der DSW21.
T-Systems installierte bereits Leitsystem für die Busse
Der aktuelle Auftrag erweitert die in den letzten Jahren für die Busflotten der Verkehrsbetriebe gelieferten Systeme. T-Systems installierte hierzu sein Leitsystem (itcs), TETRA-Infrastruktur sowie Fahrgastinformationsanzeiger mit denen die Verkehrsbetriebe den gesamten Busverkehr mit mehr als 500 Fahrzeugen koordinieren und ihre Fahrgäste informieren. Stockt der Verkehr, können die Leitstellen sofort eingreifen, indem sie Busse umleiten oder Ersatzfahrzeuge losschicken. Über Informationsanzeigen an den Haltestellen werden die Fahrgäste in Echtzeit über die genauen Abfahrtszeiten informiert. Da das System mandantenfähig ist, lassen sich einfach weitere Verkehrsbetriebe integrieren. Die Integration bietet funktionale und finanzielle Vorteile für die Verkehrsbetriebe und weitere qualitative Verbesserungen für die Fahrgäste.