Public Manager
15.07.2015 | Umfragen

NEGZ veröffentlicht Studie zu IT-Consumerization in der öffentlichen Verwaltung

Unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves und in Zusammenarbeit mit dem European Research Center for Information Systems (ERICS) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Nationalen E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) hat der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Siegen die erste umfassende Befragung zur Nutzung privater Endgeräte in der öffentlichen Verwaltung durchgeführt. Dabei wurden bemerkenswerte Ergebnisse gewonnen.

IT-Consumerization (Foto: NEGZ)

BYOD, IT-Consumerization und die Zukunft der digitalen Arbeit sind in aller Munde. Immer mehr Organisation setzen auf den Einsatz von konsumentenorientierten Technologien, wie Smartphones, Tablets, soziale Medien und zunehmend auch „Wearables“.

Doch für öffentliche Verwaltungen gestaltet sich deren Einsatz anscheinend oft schwierig, IT-Sicherheit und rechtliche Rahmenbedingungen sind hier nur die Spitze des Eisbergs. Für die vorliegende Studie wurden 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutscher Kommunalverwaltungen in einer Umfrage nach ihrer Technologienutzung am Arbeitsplatz befragt. Zusätzlich wurden über 40 umfangreiche Interviews durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass viele Verwaltungen nach wie vor nicht auf die weitreichenden Veränderungen reagiert haben. Nur wenige setzen auf konkrete Strategien wie Bring-Your-Own-Device. Eine gefährliche Ignoranz, denn so verzichten Kommunen auch auf die Realisierung individueller Produktivitätspotenziale am Arbeitsplatz und riskieren zudem den fortschreitenden Verlust der Attraktivität als Arbeitgeber.

In der Studie werden konkrete Handlungsempfehlungen für Verwaltungen aufgezeigt, die einer aktiven Gestaltung des digitalen Arbeitsplatzes den Weg ebnen können.

Die Studie steht online zum Download zur Verfügung: siehe Link

Über das Nationale E-Government Kompetenzzentrum

Das Nationale E-Government Kompetenzzentrum e.V. (NEGZ) wurde 2013 als gemeinnütziger Verein in Berlin gegründet. Das aus dem Nationalen IT-Gipfel heraus initiierte Kompetenzzentrum versteht sich als Treiber, Koordinator und Innovator der Staats- und Verwaltungsmodernisierung. Hierzu wird die Zusammenarbeit von Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland in neuer Form umgesetzt. Das NEGZ setzt sich zusammen aus mittlerweile über 60 renommierten Experten dieser drei Akteursgruppen, zu denen CIOs der Bundesländer ebenso gehören wie Entscheider aus der Wirtschaft und hochrangige Experten aus der Wissenschaft.