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08.12.2015 | Verkehrsmanagement

Sprechende Straßen: Innovative Auslesung von RFID-Etiketten im Asphalt

Eine neu entwickelte Lösung von Schreiner Services ermöglicht es, RFID-Transponder in den Asphaltvliesen der Firma Provlies mobil auszulesen. Die Vliese aus Geokunststoff werden in rissige Straßen eingebaut und verzögern dank ihrer Elastizität künftige Schäden. Alle hundert Meter ist ein RFID-Transponder integriert, mit dem sich Informationen zur Verkehrszählung oder Zustandsbewertung erfassen lassen. Schreiner Services hat für Provlies eine mobile Lösung entwickelt, mit der diese Daten während der Fahrt bei bis zu 60 km/h ausgelesen werden können.

(Foto: Schreiner Group)

Gemeinden und Straßenerhalter haben ein starkes Interesse daran, schnell und ohne großen Aufwand auf die relevanten Daten des Straßenbetriebs zugreifen zu können. Die in die Asphaltvliese von Provlies verbauten RFID-Tags aus dem Competence Center Schreiner LogiData sind unter anderem mit einem digitalen Atlas, einer automatischen Verkehrszählung, dem Bautagebuch, dem Kanalnetzplan und Wetterinformationen verlinkt. Zusätzlich können Module zur Zustandsbewertung, Bauausführung oder Bauüberwachung integriert werden.

Für die einfache Auslesung der RFID-Tags während der Fahrt hat das Competence Center Schreiner Services eine mobile Lösung entwickelt. Michael Reineke, Leiter von Schreiner Services, erläutert: „Die Auslesung erfolgt über mehrere Antennen, die zusammen mit der Elektronik in eine witterungsbeständige Box eingebaut sind. Diese wird an der Anhängerkupplung eines Kraftfahrzeugs montiert. Per Funkübertragung laufen die Daten zur Auswertung in den Computer im Auto ein.“ Sie geben dem Straßenerhalter einen genauen Überblick über den Zustand der Fahrbahn und tragen so dazu bei, die Lebensdauer sanierter Straßen zu erhöhen. Dadurch lassen sich Kosten reduzieren und der Straßenbau nachhaltig gestalten.

Die direkt am Vlies applizierten RFID-Etiketten liegen mindestens vier Zentimeter unter der Asphaltdecke und ermöglichen dem Straßenerhalter die permanente, berührungslose Kommunikation mit dem Straßennetz. Die RFID-Transponder arbeiten im Ultrahochfrequenzbereich, deshalb sind die Daten auch unter dicken Asphalt- und Betondecken gut auslesbar.

„Die Lösung von Schreiner Services ist optimal, weil sie sich unkompliziert am Fahrzeug montieren lässt und die Nutzung der sicheren Auslesung sehr komfortabel macht. Das System erlaubt eine große Reichweite und einen bequemen Datentransfer selbst bei zügiger Überfahrt“, fasst Dr. Rainer Lugmayr, Geschäftsführer von Provlies, die Vorzüge der Lösung zusammen.