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12.08.2015 | Energie

Baden-Württemberg stärkt Landesenergieagentur

Die Landesregierung hat der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg weitere Aufgaben übertragen. In den Zukunftsfeldern Kommunaler Klimaschutz, Energiemanagement, Contracting und Wärmenetze soll die KEA am Standort Karlsruhe nach und nach Kompetenzzentren für Kommunen und Unternehmen aufbauen. Hinzu kommt eine Weiterentwicklung des Programms Zukunft Altbau in Stuttgart, das über die Vorzüge der energetischen Sanierung von Gebäuden aufklärt. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg finanziert die zusätzlichen Aktivitäten der Landesenergieagentur. Ziel ist, den Klimaschutz im Land auf breiter Front zu beflügeln. Langfristig wird das Land 100 Prozent der Gesellschaftsanteile der KEA übernehmen und deren Know-how für sich nutzen.

Die Änderungen stärken die KEA in den Feldern Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die neuen Kompetenzzentren werden den Markt beobachten, Informationsmaterialien erstellen und verbreiten, Veranstaltungen organisieren, kostenfreie Impulsberatungen anbieten, Qualifizierungsangebote anstoßen sowie Netzwerke aufbauen und pflegen. Parallel dazu sollen die Aktivitäten des bereits etablierten Programms Zukunft Altbau, das im Themenbereich der energetischen Sanierung von Wohnhäusern vielfältig unterwegs ist, ausgebaut und auf Nichtwohngebäude erweitert werden.

KEA breiter aufgestellt

Mit der Weiterentwicklung will die Landesregierung insbesondere die Umsetzung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEKK) befördern. „Die KEA wird künftig alle wichtigen und zukunftsträchtigen Felder des Klimaschutzes in Baden-Württemberg abdecken. Hiervon wird sowohl das Land profitieren, aber auch die Kommunen und unsere Unternehmen werden den Sachverstand der KEA in Zukunft noch zielgerichteter in Anspruch nehmen können“, sagt Umweltminister Franz Untersteller.

Der KEA-Geschäftsführer Dr. Volker Kienzlen sieht in der Entwicklung einen Bedeutungszuwachs der Landesenergieagentur: „Mit der Umstrukturierung stellt sich die KEA noch breiter auf als bisher.“ Er verspricht zudem: „Über die Kompetenzzentren werden wir unser in Projekten gewonnenes Know-how allen Interessenten verfügbar machen.“

Langfristig plant das Land, das bisher 58 Prozent der Anteile hält, die Gesellschaftsanteile der KEA vollständig zu übernehmen. Auf diese Weise sichert sich das Land das Know-how und die Erfahrung aller rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KEA. Damit kann die KEA zukünftig noch stärker als bisher für die im Klimaschutzgesetz sowie im IEKK formulierten Ziele des Landes arbeiten. Das dafür notwendige Budget steht zur Verfügung.

Direkte Leistungen für das Umweltministerium erbringt die KEA vorerst weiterhin im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags. Die Zuarbeit umfasst eine breite Palette von konkreten Aufgaben. Diese reichen von der Begleitung von Förderprogrammen und Wettbewerben über die Geschäftsstellentätigkeit für den European Energy Award (eea) bis zur Ausbildung von Umweltmentoren an Schulen. Daneben berät die KEA das Ministerium zum Erneuerbare-Wärme-Gesetz oder zu technischen Fragen im Bereich Energieeffizienz.

Kommunen, kirchlichen Einrichtungen, Unternehmen oder anderen Interessenten steht die KEA in gewohnter Weise mit kostenpflichtigen Beratungsleistungen zur Verfügung.