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13.06.2018 | Energie, Gebäudemanagement

Mitgliederversammlung in Frankfurt / Main: DEN zieht positive Jahresbilanz

Eine positive Jahresbilanz der eigenen Arbeit hat das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. auf seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main gezogen. Zwar seien keineswegs alle Forderungen der rund 700 Mitglieder zählenden Organisation bei Regelungswerken erfüllt worden. Man werde aber in der Bundeshauptstadt und in den Ländern gehört und zunehmend um Expertenrat gebeten.

Rückblick auf ein gutes Jahr – der Vorstand des Deutschen Energieberater Netzwerks DEN e.V.: Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, Dipl.-Ing. Marita Klempnow und Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands. Die DEN GmbH & Co KG ist ein Tochterunternehmen des Vereins, welches DEN-Mitglieder u.a. bei der Umsetzung großer und komplexer Projekte unterstützt. (Bild: DEN)

 „Wir nerven im Sinne der guten Sache“, so formulierte es DEN-Vorstandssprecherin Dipl.-Ing. Marita Klempnow, welche das Netzwerk gegenüber Ministerien und Institutionen in Berlin vertritt. 

Rund 70 Energieberaterinnen und Energieberater waren nach Frankfurt/Main gekommen, um im Rückblick auf das vergangene Jahr die zukünftige Strategie ihres Netzwerkes zu diskutieren. Der DEN-Vorsitzende Dipl.-Ing. Hermann Dannecker berichtete von zahlreichen fachbezogenen Aktivitäten, die nicht nur in der Hauptstadt für eine wirtschaftlich unabhängige und qualitätsvolle Energieberatung warben. Dazu gehörten insbesondere der 12. GRE-Kongress "Vom Mindestwärmeschutz zum Plusenergiehaus – 40 Jahre Gebäudeenergieeffizienz" in Kassel, den das Netzwerk zusammen mit der „Gesellschaft für rationelle Energieverwendung GRE veranstaltete, und der Parlamentarische Abend zum 15jährigen Bestehen des DEN in Berlin. Dannecker: „Auch bei den Gesprächen mit Regierungsvertretern und Politikern aller Parteien, aber ebenfalls mit befreundeten Fachorganisationen haben wir immer wieder unsere Ziele und Forderungen klar benannt. Dazu gehört unter anderem ein eigenes Berufsbild für Energieberater*innen. Das kommunizieren auch unsere Landessprecher bei ihren Aktivitäten.“ Die intensive und zeitaufwendige Arbeit sei besonders bemerkenswert, da sie ehrenamtlich geleistet werde. 

Sein Vorstandskollege Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands unterstrich das weitere Bemühen des Netzwerkes um eine bessere Verknüpfung der vom Bund und von den Ländern angebotenen Förderungen bei energetischen Beratungen: „Die Verzahnung dieser Förderangebote im Wohngebäudebereich ist alles andere als optimal. Niedrigschwellige Angebote, wie sie etwa von den Verbraucherzentralen gemacht werden, müssen mit tiefergehenden Analysen und Beratungen für den Endkunden verständlich und nachvollziehbar verknüpft werden. Dies ist ein wichtiges Anliegen des DEN bei seiner weiteren Arbeit.“ 

Die Mitgliederversammlung sprach dem Vorstand einstimmig das Vertrauen aus. Sie wählte außerdem aus ihren Reihen den 26köpfigen Verwaltungsrat, dem vor allem die DEN-Landesprecher*innen und ihre Stellvertreter*innen angehören. 

Drei Fachvorträge komplettierten die diesjährige Mitgliederversammlung: Ann-Cathrin Borsch vom BAFA informierte über den Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) und die Zulassungsprüfung für Energieberater, Marcel Meilinger (Bosch Junkers) über vernetzte Wärmepumpen und Solarsysteme, und Patrick Kusche (Aereco) über bedarfsgeführte Lüftungsanlagen. 

Der neu gewählte Verwaltungsrat des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V.:
Jutta Betz, Peter Pospischil (Landessprecher Bayern), Rolf Canters, Jürgen Henke (LS Baden-Württemberg), Holger Lorenz, Peter Preisendörfer (LS Hessen), Christian Rösemeier, Alexander Schuck (LS Niedersachsen), Jürgen Lange, Christof Peter-Dosch (LS NRW), Dietmar Rieth, Klaus-Jürgen Friedrich (LS Rheinland-Pfalz), Sandra Limke (LS Schleswig-Holstein), Rolf Schade (LS Mecklenburg-Vorpommern), Marita Klempnow (LS Brandenburg), Winfried Schöffel (LS Thüringen), Raymond Krieger (LS Bremen / Hamburg), Stefanie Koepsell (LS Sachsen), Peter Ackermann-Rost (LS Sachsen-Anhalt), Frank-Stefan Meyer (LS Saarland), Gregor Weber, Michael Zarse, Horst Endrich, Peter Uenning, Pim Hamminga, Robert Staiger.