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09.09.2018 | Klima- und Umweltschutz, Stadtplanung

Hochwasserschutz wird bayernweit gestärkt

Hochwasserschutz wird angesichts des Klimawandels für die Kommunen zu einem immer bedeutenderen Standortfaktor. Im Rahmen einer mehrjährigen Baumaßnahme werden jetzt die Hochwasserschutzdeiche im Bereich der Ortschaften Thundorf und Aicha erhöht und zwei neue Schöpfwerke mit einem finanziellen Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro errichtet

Spatenstich für Hochwasserschutzmaßnahmen in Thundorf und Aicha an der Donau. 30 Millionen Euro werden für Deicherhöhung und neue Schöpfwerke investiert. (© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Beim offiziellen Spatenstich betonte Umweltminister Dr. Marcel Huber: "Hochwasserschutz kann Leben retten. Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre zeigen, wie wichtig ein flächendeckender Hochwasserschutz gemeinsam mit den Kommunen ist. Mit den Maßnahmen auf einer Strecke von rund 4,7 Kilometern im Bereich der Ortschaften Thundorf und Aicha kommen wir dem Ziel einen großen Schritt näher, die Menschen vor Ort bestmöglich vor dem nächsten Hochwasser zu schützen." Das Projekt wird vom Freistaat zusammen mit dem Bund finanziert. Die Stadt Osterhofen und die Gemeinde Moos sind ebenfalls an den Kosten beteiligt.  

Der Hochwasserschutz in Bayern läuft mit aktuell rund 250 Projekten auf Hochtouren. 3,4 Milliarden Euro werden dafür bis Ende 2020 investiert. Eine kraftvolle Fortführung des Hochwasserschutzes hat das Kabinett kürzlich beschlossen. Huber: "Bayern ist ein Wasserland. Die Menschen in Bayern sollen sicher sein. Deshalb verstärken wir unsere Anstrengungen beim Hochwasserschutz noch einmal deutlich. Mit unserem neuen Gewässer-Aktionsprogramm 2030 werden wir in Zukunft bayernweit jährlich 200 Millionen Euro in unsere Gewässer investieren. Der neue Dreiklang für den Hochwasserschutz in Bayern lautet Schützen – Schaffen – Schonen. Oberstes Ziel ist der Schutz der Menschen vor Schäden. Gleichzeitig schaffen wir Oasen der Erholung speziell für die Menschen in den Metropolen. Und wir schonen wertvolle Flächen um ihre Funktion für die Artenvielfalt zu stärken." Das neue Gewässer-Aktionsprogramm 2030 knüpft ab 2021 nahtlos an die bisherigen Maßnahmen an. Bis Ende 2030 sollen damit weitere 150.000 Menschen in Bayern geschützt werden.