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20.06.2022 | Allgemeine Meldungen, Wasser und Abwasser

AöW zum Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni

„Es ist höchste Zeit, der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand mehr Anerkennung und speziell dem Wasser, der öffentlichen Wasserwirtschaft und den öffentlichen Unternehmen die Wertschätzung zu geben, die sie verdienen. Es ist Zeit für einen Aufbruch, für ein Umdenken, für mehr öffentliche Verantwortung und mehr öffentliches Handeln. Wir brauchen eine starke Stimme und Unterstützung für Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand.“

AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer (Bild: Aggerverband)

Am 20. Dezember 2002 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen in einer Resolution (A /RES/57/277 vom 07.03.2003) beschlossen, den 23. Juni zum Tag des öffentlichen Dienstes der Vereinten Nationen zu erklären.

AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer erklärt zum diesjährigen Tag der Daseinsvorsorge: „Am Tag der Daseinsvorsorge gilt es vor allem den Menschen – Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – für ihre Leistung zu danken, speziell aus AöW-Sicht im Bereich der öffentlichen Wasserwirtschaft, das gilt genauso für andere Sektoren der Daseinsvorsorge. Die aktuellen Herausforderungen Klimawandel, Pandemie und der Ukraine-Krieg fordern auch von der öffentlichen Wasserwirtschaft Anstrengungen, täglich rund um die Uhr zuverlässig, gut und bezahlbar ihre Aufgaben wahrzunehmen.

Im Ukraine-Krieg müssen wir zuschauen, wie die Bevölkerung auch durch Zerstörung der Wasser-Infrastrukturen in lebensbedrohliche Situationen gerät, wenn die Menschen keinen Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung – erhalten. Wir sind im Gedanken bei den Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag bemüht sind, die Versorgung aufrechtzuerhalten.

Die Fachkräfte in der öffentlichen Wasserwirtschaft identifizieren sich mit der Bedeutung der öffentlichen Wasserwirtschaft für die Gesellschaft und Allgemeinheit. Diese Menschen werden gebraucht, auch im Hinblick auf die großen Herausforderungen wie den Klimawandel. Es gilt, Fachkräfte zu binden, zu gewinnen und für die zukünftigen Aufgaben weiter zu qualifizieren.

Während die Zuverlässigkeit der öffentlichen Wasserwirtschaft für viele Bürgerinnen und Bürger hierzulande selbstverständlich scheint, ist die öffentliche Wasserwirtschaft nicht von Marktspekulationen und Preistreibereien geprägt und arbeitet für die nächsten Generationen zum Wohle der Allgemeinheit – ohne eigene Gewinnmaximierungsinteressen und Profitdenken.

Ich erhoffe mir für unsere Belange in der Nationalen Wasserstrategie des Bundesumweltministeriumsviel Rückenwind, denn die zukünftigen Herausforderungen sind groß und wir wollen, dass die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand dies auch gut meistert. Es gilt der Interkommunalen Zusammenarbeit einen unterstützenden Rechtsrahmen zu verschaffen und nicht zu erschweren.

Es ist höchste Zeit, der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand mehr Anerkennung und speziell dem Wasser, der öffentlichen Wasserwirtschaft und den öffentlichen Unternehmen die Wertschätzung zu geben, die sie verdienen. Es ist Zeit für einen Aufbruch, für ein Umdenken, für mehr öffentliche Verantwortung und mehr öffentliches Handeln. Wir brauchen eine starke Stimme und Unterstützung für Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand.“