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14.07.2021 | Klima- und Umweltschutz

Förderschecks für Stadtverwaltung Harzgerode und Tierheim Derenburg in Sachsen-Anhalt

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, überreichte gestern eine Förderurkunde zum Start des Projektes "Fokusberatung Stadt Harzgerode (Bode)" an die Stadt Harzgerode. In Blankenburg-Derenburg übergibt er einen Scheck an den ansässigen Tierschutzverein.

Florian Pronold (Foto: BMU/Xander Heinl)

Florian Pronold: "Klimaschutz ist nur möglich, wenn wir alle Potenziale ausschöpfen. Dabei brauchen wir das Engagement von Kommunen und unterstützen sie daher im Bundesumweltministerium seit mehr als zehn Jahren mit unserer Klimaschutz-Förderung. Ich freue mich sehr, dass die Stadt Harzgerode die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative genutzt hat, um die eigenen kommunalen Potenziale für den Klimaschutz zu identifizieren."

Die Stadt Harzgerode will alle Klimaschutzbemühungen in ihrem Verantwortungsbereich bündeln, innerhalb der Verwaltung, Abfallbewirtschaftung und des ÖPNV. Mittels einer Fokusberatung werden die vorhandenen Potenziale zur Energieeinsparung, zur Energieeffizienz und zur Nutzung regenerativer Energien in der Stadtverwaltung identifiziert und dafür passende Maßnahmen erarbeitet. Das Bundesumweltministerium fördert das Vorhaben mit 17.500 Euro.

Der Tierschutzverein Derenburg/Blankenburg und Umgebung e. V. erhält für das Tierheim Derenburg aus dem Corona-Hilfsprogramm für Tierheime 7.500 Euro.

Neben den wegfallenden Spenden stellten auch die fehlenden Vermittlungsmöglichkeiten für Tiere und der dadurch erhöhte Betreuungsbedarf während des Lockdowns die Vereine vor große Herausforderungen, die für viele nach wie vor schwer zu bewältigen sind. Als Corona-Hilfe wurden daher im Haushalt 2021 des Bundesumweltministeriums Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro veranschlagt. Die dafür notwendige Förderrichtlinie wurde unter Beteiligung der Tierschutzverbände zügig entwickelt und veröffentlicht. Allen Tierschutzvereinen, die Träger von Tierheimen sind, konnte auf Antrag ein einmaliger Betriebskostenzuschuss von 7.500 Euro gewährt werden. Dieser soll helfen, Corona-bedingte Mindereinnahmen oder Mehrausgaben abzufedern.

Die Nationale Klimaschutzinitiative – NKI

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Im Zeitraum 2008 bis 2020 wurden bereits etwa 35.500 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,23 Milliarden Euro durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen.

Auskunft und telefonische Beratung zu den Förderprogrammen der NKI: Fragen zur Antragstellung nimmt der Projektträger Jülich (PtJ) per Telefon unter 030 20199 577 oder per E-Mail an: ptj-ksi@fz-juelich.de entgegen. Bei Fragen rund um die Förderung bietet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des BMU kostenlose Beratung an, telefonisch unter 030 39001-170 oder per E-Mail an: skkk@klimaschutz.de.

Zur Förderung von Tierheimen

Antragsberechtigt waren alle in Deutschland tätigen privatrechtlich organisierten Träger von Tierheimen und ähnlichen Einrichtungen, die gemeinnützig tätig sind und über einen Freistellungsbescheid des Finanzamtes verfügen. Die Antragsberechtigten mussten bei Antragstellung nachvollziehbar die Corona-bedingten Mehrausgaben beziehungsweise Mindereinnahmen und daraus resultierende Finanzierungsdefizite in Höhe von mindestens 7.500 Euro im Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 darlegen. Insgesamt konnten rund 500 Anträge bereits bewilligt werden, weitere sind noch in der Prüfung.