Public Manager
21.04.2021 | Gebäude und Grundstücke, Klima- und Umweltschutz, Stadtplanung

Glauber und Schreyer: Klimaanpassung an Gebäuden und auf Freiflächen fördern

Beratungsstelle für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit weitet ihr Angebot aus

Beratungsstelle Energieeffizienz (© ByAK, Tobias Hase)

Der Klimawandel ist insbesondere in unseren Städten bereits deutlich spürbar. Die Stadtentwicklung der Zukunft muss Antworten auf Starkregenereignisse, Hochwasser, Hitze- und Trockenperioden geben. Dazu gehören neben energieeffizienten, ressourcenschonenden und klimaresilienten Gebäuden auch multifunktionale Freiflächen oder wassersensible grüne Dächer und Fassaden.

Um klimaangepasstes Planen und Bauen in Bayern weiter voranzubringen, unterstützen Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Bauministerin Kerstin Schreyer die Beratungsstelle Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (BEN) der Bayerischen Architektenkammer.

Glauber betonte dazu heute in München: "Der Klimawandel verändert auch das Leben in unseren Siedlungen. Die Sommer werden heißer und trockener. Deshalb brauchen wir Konzepte für mehr grüne und blaue Infrastruktur in den Städten und Gemeinden der Zukunft. Wir müssen Themen wie Verdunstung, Verschattung, Freiflächen, begrünte Dächer und Fassaden verstärkt in den Blick nehmen und das Wasser in unseren Städten halten wie in einem Schwamm. Klimaangepasstes und ressourcenschonendes Planen und Bauen müssen zum Standard werden. Wir brauchen dafür einen ganzen Instrumentenkasten – von natürlichen Klimaanlagen, blauen Adern und Regenwasserspeichern bis hin zu multifunktionalen Grünflächen. Die Beratungsstelle Energieeffizienz und Nachhaltigkeit macht diese zukunftsweisenden Lösungen bekannt und hilft bei der praktischen Umsetzung." 

"Die Corona-Pandemie hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig eine Umgebung ist, in der man sich wohlfühlt und in der man gut leben kann“, unterstrich Bauministerin Schreyer. "Wir müssen deshalb einer Überhitzung unserer Städte entgegenwirken, zukunftsfähige Gebäude bauen und auch Grünflächen mit einplanen. Ich freue mich, dass immer mehr private und öffentliche Bauherren das unabhängige Beratungsangebot der BEN nutzen und sich über diese Themen informieren – im Jahr 2020 waren es schon knapp 1.500." Für mehr grüne und blaue Infrastruktur in Bayerns Städten und Gemeinden wird die Förderung jetzt auf bis zu 200.000 Euro verdoppelt. Damit kann die Beratungsstelle ihr Angebot ausweiten und Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen und am Bau Beteiligten auch zum Thema Klimaanpassung eine kostenfreie Erstberatung anbieten. 

Die Minister dankten der Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart, für das Engagement der Kammer und ihrer Mitglieder und überreichten ihr zum Projektstart symbolisch einen Förderscheck. Degenhart betonte den rasant ansteigenden Zuspruch und das große Interesse an der Beratung seit dem Start der BEN im Jahr 2016. Sie zeigt sich überzeugt: "Die inhaltliche Erweiterung um grüne und blaue Fragestellungen trifft den Nerv der Zeit. Wir stehen mit der Expertise unserer Architekten und Planer bereit, einen wichtigen Beitrag für diese große Zukunftsaufgabe zu leisten." 

Die BEN ist 2016 mit finanzieller Unterstützung der damaligen Obersten Baubehörde, dem heutigen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, eingerichtet worden. Ab sofort steigt das Bayerische Umweltministerium mit Mitteln aus der Umweltinitiative Stadt.Klima.Natur zur Hälfte in die Förderung der Beratungsstelle ein. 

Die BEN bietet eine unabhängige, produkt-, anbieter- und dienstleistungsneutrale Beratung, die durch jeden in Anspruch genommen werden kann. Die Beratungsstellen sind in München und Nürnberg. Zusätzlich ist auch eine Online-Beratung möglich. Die Erstberatung ist kostenfrei. Die Beratungsstelle ist erreichbar unter +49 89 139880-88 oder ben@byak.de. 

Weitere Informationen zur Beratungsstelle Energieeffizienz und Nachhaltigkeit und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung finden Sie hier: 1. Link 

Außerdem finden Sie ein Video zur Angebotserweiterung der BEN hier: 2. Link