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05.06.2020 | Klima- und Umweltschutz, Wasser und Abwasser

„Leitungswasser trinken vermeidet Plastik und CO2“

Heute ist Weltumwelttag --- AöW-Vizepräsident Hans-Hermann Baas zeigt zum Tag der Umwelt die Vorzüge von Wasser aus dem heimischen Hahn auf.

„Die regionale Trinkwasser­versorgung leistet einen wichtigen Umweltbeitrag. Denn sie vermeidet im Vergleich zum Flaschenwasser aus dem Supermarkt zusätzliche Transporte und Plastik für die Flaschenherstellung. Trinkwasser schneidet im Vergleich mit Mineralwasser bei den CO2-Emissionen im Durchschnitt mehr als 500 mal besser ab: 0,35 Gramm Kohlendioxid fallen für einen Liter Trinkwasser an, 202 Gramm Kohlendioxid sind es für einen Liter Mineralwasser, wie eine Studie der GUTCert bilanziert.“, erklärt Hans-Hermann Baas, Vizepräsident der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) und Verbands­vor­steher des Wasserverbands Peine. „Wer etwas für seinen CO2-Fussabdruck tun möchte, leistet mit dem Genuss aus dem heimischen Hahn einen nachhaltigen Beitrag.“

Der Wasserverband Peine sowie als weitere AöW-Mitglieder die AWA Ammersee, die Stadtwerke Marburg sowie die Rottenburger Gruppe beteiligen sich deshalb beim Projekt „Wasserwende – Trinkwasser ist Klimaschutz“, das der gemeinnützige Verein a tip:tap koordiniert und von der AöW im Beirat begleitet wird. Mit Bildungsarbeit, Wasserspendern und Beratung treiben die Wasserquartiere die Wasserwende voran: den Umstieg von Flaschen- auf Leitungswasser.

Auch die Initiative der Blue Communities setzt sich für die Wertschätzung von Wasser ein. Städte und Gemeinden weltweit haben sich deshalb u.a. verpflichtet, das Trinken von Leitungswasser zu fördern und die Trinkwasserversorgung in der öffentlichen Hand zu halten. In Deutschland haben sich auf Initiative lokaler Gruppen und der örtlichen AöW-Mitglieder die Städte Augsburg, Marburg, Kempten und München dazu verpflichtet, die Prinzipien der Blue Community Bewegung einzuhalten.