Public Manager
17.12.2020 | Digitalisierung, E-Government

Digitaler nach der Pandemie

Deutschland muss bei der Digitalisierung der Verwaltung mehr Geschwindigkeit aufnehmen. Hier kann die Corona-Pandemie einen positiven Effekt haben. In einer gemeinsamen Studie von Deutschem Städte- und Gemeindebund und Bitkom haben beinahe 9 von 10 Kommunen angegeben, dass die Pandemie ein Digitalisierungstreiber vor Ort sein kann.

Foto: © Robert Kneschke-Fotolia.com

Gleichzeitig wollen die allermeisten Kommunen ihre Budgets für Digitalisierung erhöhen oder zumindest trotz angespannter Haushaltslage nicht verringern. Dennoch ist die Umsetzung in vielen Städten und Gemeinden noch nicht soweit, wie sie sein könnte. So ist unter anderem die E-Akte noch nicht flächendeckend verfügbar. Neben der Pandemie wird auch die Umsetzung des OZG dazu beitragen, dass Deutschland mehr Fahrt bei der Digitalisierung aufnimmt. Von entscheidender Bedeutung ist es aber, dass nicht nur die Online-Angebote verbessert werden, sondern auch die Digitalisierung des „Back-Office“, der eigentlichen Verwaltung, unterstützt wird. Von den nun zusätzlich verfügbaren 3 Milliarden Euro für die Umsetzung des OZG müssen die Kommunen bei diesem großen Umbauvorhaben unterstützt werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Verwaltungen der Städte und Gemeinden nicht berücksichtigt werden.

Ohne funktionierende digitale Verwaltung in den Kommunen wird die Umsetzung des OZG nicht gelingen. Gleichzeitig stehen viele Kommunen vor der Aufgabe, nicht nur die Verwaltung, sondern das gesamte Leben vor Ort mit digitalen Lösungen zu unterstützen und zu verbessern. Dies ist eine gewaltige strategische Aufgabe. Daher benötigen die Kommunen Unterstützung durch Bund und Länder, um den Erfahrungsaustausch zu verbessern und das Know-How zu steigern.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund setzt sich seit vielen Jahren für ein Kompetenzzentrum Digitale Städte und Regionen ein. Dort muss Wissen gebündelt werden und strategische Beratung für die Kommunen erfolgen.