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22.10.2019 | Beschaffungspraxis, Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit

Recyclingpapier bei Kommunen und Hochschulen immer beliebter

Bundesministerin Svenja Schulze hat heute im Bundesumweltministerium in Berlin die Gewinner des Papieratlas 2019 für die vorbildliche Nutzung von Recyclingpapier ausgezeichnet. Aus dem Städtewettbewerb gehen Oldenburg als „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ und Karlsruhe als „Aufsteiger des Jahres“ hervor.

v.l.n.r.: Dr. Sven Uhrhan (Stadtbaurat der Stadt Oldenburg, Recyclingpapierfreundlichste Stadt 2019), Ashok Sridharan (Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Mehrfachsieger 2019), Friedhelm Spieker (Landrat des Kreises Höxter, Recyclingpapierfreundlichster Landkreis 2019), Bettina Lisbach (Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe, Aufsteiger des Jahres 2019), Prof. Dr. Helmut Schmidt (Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern, Recyclingpapierfreundlichste Hochschule 2019 und Aufsteiger des Jahres 2019), Dr. Jürgen Pföhler (Landrat des Kreises Ahrweiler, Aufsteiger des Jahres 2019), Benedikt Baumann (Leiter des Nachhaltigkeitsbüros der Technischen Universität Kaiserslautern, Recyclingpapierfreundlichste Hochschule 2019 und Aufsteiger des Jahres 2019) Foto: Foto Kirsch

Alle ausgezeichneten Kommunen und Hochschulen des Papieratlas 2019 mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (Foto. Foto Kirsch)

Bonn erhielt eine Sonderauszeichnung für herausragendes Engagement seit nunmehr zehn Jahren. Beim Landkreiswettbewerb konnten sich die Kreise Höxter und Ahrweiler durchsetzen. Beide Auszeichnungen des Hochschulwettbewerbs gingen an die Technische Universität Kaiserslautern. Der von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihren Partnern vorgestellte Papieratlas 2019 zeigt eine Rekordbeteiligung und erneut gestiegene Recyclingpapierquoten.

Erstmals beteiligen sich über 180 Kommunen und Hochschulen am Papieratlas. Die 102 Groß- und Mittelstädte verwenden durchschnittlich 89 Prozent Recyclingpapier mit dem Blauen Engel und stellen damit eine neue Bestmarke auf. Der Landkreiswettbewerb macht im zweiten Jahr seines Bestehens mit 36 Teilnehmern und 79 Prozent einen großen Sprung. Auch die 45 Hochschulen brechen erneut ihren Rekord und erreichen erstmals eine durchschnittliche Recyclingpapierquote von über 70 Prozent. Neben dem Papierverbrauch und den Recyclingpapierquoten bildet der Papieratlas die ökologischen Einspareffekte aller Teilnehmer ab: Durch die Nutzung von Recyclingpapier sparen sie gemeinsam rund 530 Millionen Liter Wasser und 110 Millionen Kilowattstunden Energie.

„Das vorbildliche Engagement der Kommunen und Hochschulen für eine nachhaltige Papierbeschaffung wächst von Jahr zu Jahr. Angesichts der aktuellen Diskussionen um Klima- und Ressourcenschutz freut es uns besonders, dass wir mit dem Papieratlas ein Beispiel für konkretes Handeln setzen können“, so Ulrich Feuersinger, Sprecher der IPR.

Der Papieratlas wurde 2008 von der IPR ins Leben gerufen, um mittels eines positiven Wettbewerbs die Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel in den Städten voranzubringen. Seit 2016 können sich Hochschulen und seit 2018 auch Landkreise an eigenen Wettbewerben beteiligen. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche Hochschulverband.