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10.07.2019 | Klima- und Umweltschutz

Start des Internationalen Gewässermonitorings an der Donau

Entlang der bayerischen Donau startete gestern an fünf Messorten gleichzeitig eine neue Beprobungsrunde des internationalen Gewässermonitorings. Ziel dieser weltweit einmaligen Aktion ist es, vergleichbare Daten entlang der gesamten Donau mit ihren rund 2700 km Länge zu gewinnen.

Umweltminister Thorsten Glauber betonte anlässlich des Starts der diesjährigen Aktion: "Die Donau ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Der Schutz der Donau und ihres einzigartigen Lebensraums vieler Tier- und Pflanzenarten steht in Bayern mit an erster Stelle. Bei dem Gewässermonitoring arbeiten wir international zusammen, um neuartige Messmethoden zu entwickeln und einen einzigartigen Datenschatz zu gewinnen. Unser Ziel ist es, den Zustand der Donau genau zu analysieren und passgenaue Maßnahmen zum Schutz des Gewässers und der Artenvielfalt umzusetzen."

Mit dem diesjährigen Monitoring sollen auch Daten für die geplante Aktualisierung des "Danube River Basin Management Plans" in 2021 erhoben werden. Eine dabei zum ersten Mal zum Einsatz kommende Analysemethode ist die Gewinnung sogenannter "Umwelt-DNA". Anhand einer Gewässerprobe können so die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten bestimmt werden. Die Ergebnisse werden in etwa einem Jahr vorliegen. 

Hauptkoordinator des europäischen Gewässermonitorings "Joint Danube Survey" (JDS) ist die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD). Insgesamt beteiligen sich 13 Staaten im gesamten Donaubecken an den Untersuchungen. Die ersten Beprobungsaktionen dieser Art fanden in den Jahren 2001, 2007 und 2013 statt. Bereits die letzte Erhebung zeigte, dass sich die Donau bis zum Schwarzen Meer in Bezug auf die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in vielen Bereichen in einem guten Zustand befindet. Allein in der bayerischen Donau konnten rund 60 Fischarten nachgewiesen werden. Insgesamt elf Fischarten leben weltweit ausschließlich im Donaugebiet, darunter der Huchen oder der Donau-Kaulbarsch. Auch der Sterlet, der kleine Bruder des Störs, ist noch in Teilen der bayerischen Donau zu finden.