Public Manager
25.10.2017 | Klima- und Umweltschutz, Stadtplanung

Grünraummanagement-Tag 2017 in Baden: Pflege und Kosten im öffentlichen Grünraum

Die Planung, Pflege und Erhaltung attraktiver Grünraumflächen in den Gemeinden ist eine anspruchsvolle Aufgabe für alle Beteiligten. Beim „Natur im Garten“ Grünraummanagement Tag 2017 in Baden folgten 150 Gemeindevertreterinnen und -vertreter der Einladung der Aktion „Natur im Garten“ und der Stadtgemeinde Baden (Österreich).

Garten- und Landschaftsarchitekt Christian Winkler, Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek, Christa Lackner, Geschäftsführerin „Natur im Garten“ und Peter Obricht, Leiter des Amtes der NÖ Landesregierung, Abteilung Umwelt- Energiewirtschaft. (Foto: Natur im Garten)

 

„Bereits 238 Gemeinden in Niederösterreich pflegen ihre Grünräume ohne Pestizide – mein Ziel ist es, alle Gemeinden von diesem Weg zu überzeugen. Beim Grünraummanagement Tag 2017 haben unsere Expertinnen und Experten den Gemeinden vermittelt, mit welchen Maßnahmen auf öffentlichen Flächen der Pflegeaufwand und damit verbunden auch die Kosten reduziert werden können“, so Landesrat Karl Wilfing.

Die Attraktivität der öffentlichen Grünflächen steht im Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Kosten. Gleichzeitig jedoch steigen die Ansprüche der Bevölkerung, was ökologische Pflege und Erscheinungsbild dieser Flächen betrifft. „Unser Ziel ist, dass wir den Gemeinden eine kostengünstige und ökologisch wertvolle Bepflanzungskonzepte anbieten“, so Wilfing.

Das Aufkommen von Unkraut wird vielerorts als Schandfleck wahrgenommen. Auch der Sommer 2017 mit der Hitzeperiode hat die Grünraummanager in den Gemeinden auf eine harte Probe gestellt. Lang anhaltende Trockenheit kann aber nicht nur mit verstärkter Bewässerung und erhöhtem Zeitaufwand entgegnet werden, sondern auch mit standortgerechten Pflanzen. „Beim ,Natur im Garten‘ Grünraummanagement Tag haben wir den Gemeinden pflegeleichte Alternativen wie Staudenbeete erläutert. Bei den Gerätevorführungen wurde die praktische Anwendung von Optionen zur ökologischen Unkrautbeseitigung präsentiert“, so Christa Lackner, Geschäftsführerin des Vereins „Natur im Garten“.

Staudenbeete bringen natürliche Farben- und Formenvielfalt in Grünräume und benötigen langfristig nur wenig Pflege. Pflanzungen mit Stauden lassen sich vielfältig und individuell gestalten und können als repräsentative Fläche eine einzigartige Visitenkarte für eine Gemeinde sein. Die Pflanzungen bestehen aus mehrjährigen Stauden, Gräsern und Blumenzwiebeln, die mit Gehölzen und oder regionalen Bepflanzungselementen ergänzt werden können. Die Blütezeit erstreckt sich von Frühjahr bis Spätherbst. Staudenbeete sind zudem wesentlich günstiger als Wechselflor.