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17.01.2017 | Klima- und Umweltschutz

Scharf: Umweltbildung in Bayern wird ausgebaut

Bayern setzt auf ein flächendeckendes Netz von Angeboten der Umweltbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Seit Neuestem gibt es in Bayern nun 54 staatlich anerkannte Umweltstationen. Das gab die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute bei der Auszeichnung der Station Landshut bekannt:

Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (Foto: © Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

"Die großen Ziele beim Klimaschutz oder dem Erhalt der biologischen Vielfalt können nur gemeinsam erreicht werden. Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung schaffen ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein. Für kreative Bildungsangebote knüpfen wir bayernweit ein noch engeres Netz. Der Freistaat plant langfristig mindestens eine staatlich anerkannte Umweltstation in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt. Die Investitionen werfen stetig Zinsen ab – in Form von Verständnis der Menschen für unsere Natur." Auch in diesem Jahr stellt das Umweltministerium für die vielfältigen Projekte der Umweltstationen und weiterer Umweltbildungseinrichtungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in ganz Bayern knapp 4 Millionen Euro zur Verfügung. 

Das jüngste Mitglied in der Familie der staatlich anerkannten Umweltstationen ist die Umweltstation Landshut. Stadt und Landkreis unterhalten gemeinsam eine Umweltbildungseinrichtung für die Region Landshut. Die Einrichtung erstreckt sich dezentral über das gesamte Gebiet von Stadt und Landkreis und steht damit an unterschiedlichen Veranstaltungsorten zur Verfügung, die für die Projekte flexibel ausgewählt werden. Die Projekte und Umweltbildungsangebote beziehen sich auf eine ganzheitliche Herangehensweise, um die Zusammenhänge zwischen lokalem Handeln und den globalen Folgen aufzuzeigen und eine nachhaltige Lebensführung nahezubringen.

Scharf: "Umweltstationen sind leuchtende Beispiele für Bürgerverantwortung und Bürgerengagement. In der Umweltstation gibt es Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung nach modernsten Standards und auf höchstem Niveau. Der ganzheitliche Ansatz motiviert die Menschen, gemeinsam Nachhaltigkeit aktiv zu leben. Das Engagement von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen verdient größte Anerkennung." Aufgabe der Umweltstationen ist die Stärkung der naturräumlichen und umweltbezogenen Bewusstseinsbildung vor Ort, um damit eine Verbesserung der Lebensqualität durch Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu erreichen. Inhaltlich orientieren sich die Bildungsangebote an den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung, insbesondere einer nachhaltigen Lebensführung. Als Schwerpunktthemen werden "Energie und Klimaschutz" sowie "Naturschutz" behandelt.