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23.11.2016 | Klima- und Umweltschutz

Scharf: Nachhaltige Umweltbildung braucht Kreativität

Umweltbildung steht an bayerischen Schulen hoch im Kurs. Das zeigt das große Interesse am Programm "Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21-Schule". Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hat heute 108 Schulen aus Schwaben, Mittel- und Unterfranken für ihr Engagement in den Bereichen Nachhaltigkeit und Umweltschutz ausgezeichnet.

© Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

"Umweltbildung ist ein Schlüssel zur ökologischen Tür von morgen. Dieses Jahr hat sich eine Rekordzahl an Schülern für die Auszeichnung 'Umweltschule in Europa' beworben. Seit 2010 hat sich die Anzahl der teilnehmenden Schulen mehr als verdoppelt. Schüler und Lehrkräfte haben Engagement, Kreativität und Eigenverantwortung bewiesen. Diese Menschen brauchen wir, um Bayerns einzigartige Natur zu erhalten und den Klimawandel zu meistern", so Scharf.

Insgesamt erhalten dieses Jahr 320 Schulen in Bayern die Auszeichnung. Die Zahl der ausgezeichneten Schulen stieg damit im Vergleich zum Vorjahr erneut um 45 Schulen. Die Auszeichnung soll Kinder und Jugendliche motivieren, sich auch in Zukunft für den Umweltschutz zu engagieren. Gleichzeitig können die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Einsatz Vorbild für andere sein. 

Die Auszeichnung "Umweltschule in Europa" erhalten Schulen, die innerhalb eines Schuljahres jeweils zwei selbst entwickelte Projekte zu Themen wie biologische Vielfalt, Klima- oder Umweltschutz und Nachhaltigkeit durchführen. "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21 Schule" ist eine Ausschreibung der Europäischen Umweltbildungsstiftung und wird für ein Jahr verliehen. Das Bayerische Umweltministerium fördert das in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. durchgeführte Programm mit jährlich rund 50.000 Euro. "Umweltbildung spricht Herz, Hirn und Hand an. Die Schulfamilien haben viele wegweisende Projektideen zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit erarbeitet. Ich gratuliere den Preisträgern zu ihren Projekten", betonte Scharf bei der Feier im Melanchthon-Gymnasium in Nürnberg. Auch in diesem Jahr gab es wieder viele Ideen. So gab es beispielsweise Projekte zur Bildung eines Energiesparmanagers oder Konzepte, wie die Artenvielfalt in Schulnähe verbessert werden kann.