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31.01.2016 | Klima- und Umweltschutz

Neue Bayerische Klima-Börse geplant

Die weltweite Durchschnittstemperatur lag im Jahr 2015 laut Weltorganisation für Meteorologie erstmals knapp ein Grad über dem vorindustriellen Wert. Der Schutz des Klimas bleibt damit auch 2016 ein Top-Thema. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München:

"Wir nehmen den Rückenwind des Klimagipfels in Paris mit ins neue Jahr. Jetzt sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Und die Staaten müssen liefern. Wir wollen in Bayern bis 2050 auf unter zwei Tonnen Treibhausgasemissionen pro Einwohner und Jahr kommen. Denn wir können dem Klimawandel beim Arbeiten zusehen. In Bayern ist bis zum Ende des Jahrhunderts ein Temperaturanstieg von bis zu 4,5 Grad möglich, wenn wir nicht gegensteuern. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe."

Der Klimaschutz soll deshalb für die breite Bevölkerung und die Wirtschaft geöffnet werden. Wichtiger Baustein soll eine neue digitale Bayerische Klima-Börse werden. Die neue digitale Plattform soll es zukünftig ermöglichen, dass sich alle Interessierten, vom Privat-Bürger bis zum Unternehmen, unmittelbar an Maßnahmen zum Klimaschutz in Bayern beteiligen können. "Klimaschutz wird in Bayern zum Mitmach-Projekt. Sponsoring, Spenden, Partnerschaften: Die Klima-Börse soll Klimaschutz von Bayern für Bayern ermöglichen. Bürger und Wirtschaft sollen unmittelbar beim Klimaschutz vor Ort mithelfen können. Die digitale Klimabörse arbeitet nach dem Motto: Wir gleichen Klimaemissionen aus. Wir wollen auf dem Weg zum klimaneutralen Bayern tüchtig vorankommen", so Scharf.

In die Plattform sollen die Partner der Bayerischen Klima-Allianz einbezogen werden. Mit den verschiedenen Allianz-Partnern könnten dann konkrete Projekte zur Förderung ausgewählt oder umgesetzt werden. Dabei sind beispielsweise Renaturierungen von Mooren, Begrünungen in Städten oder CarSharing-Projekte denkbar. Dazu wird die Klima-Allianz auch institutionell gestärkt. Außerdem wird zukünftig noch mehr für individuelle Handlungsmöglichkeiten geworben. Denn jeder kann etwas gegen die Erderwärmung tun: Und sei es nur, einmal öfter auf das Fahrrad umzusteigen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf regionaler Produkte, um Transportwege zu sparen.