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13.12.2011 | Klima- und Umweltschutz

Huber: Klimaschutz bleibt Zukunftsaufgabe für Bayern - Monitoringbericht 2011: Höhere Temperaturen und mehr Regen im Freistaat

Bayern hält an seinen ehrgeizigen Klimazielen weiter fest. Das betonte Dr. Marcel Huber, Umweltminister, anlässlich der Veröffentlichung des Klimamonitoringberichts 2011.

"Der Klimawandel ist bereits heute Realität in Bayern. Nur mit gemeinsamen Anstrengungen können wir die Auswirkungen auf den Freistaat abmildern", sagte Huber. So seien unter anderem im Nachtragshaushalt 2012 allein für das Bayerische Umweltministerium zusätzlich 22,5 Millionen Euro für Klimaschutz und die Energiewende eingeplant.

Laut dem aktuellen Klimamonitoringbericht stiegen in Bayern die Temperaturen in dem Zeitraum von 1931 bis 2010 um durchschnittlich 1,1 Grad Celsius, von 1931 bis 2000 waren dies noch 0,7 Grad Celsius. Auch lagen die mittleren Jahrestemperaturen in den vergangenen zehn Jahren mit Ausnahme 2010 erheblich über dem Durchschnitt.

Die globale Klimaerwärmung beeinflusst zudem den Wasserkreislauf in Bayern: In den Winterhalbjahren regnet es deutlich mehr, die Menge der Niederschläge nahm seit 1931 um bis zu 25 Prozent zu. In dieser Jahreszeit kommt es auch verstärkt zu eintägigen Starkregen - vor allem im Nordosten Bayerns (bis zu 40 Prozent).
"Wirksamer Hochwasserschutz ist und bleibt angesichts des Klimawandels eine wichtige Zukunftsaufgabe für Bayern", so Huber.

Insgesamt fließen von 2001 bis 2020 in das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm des Freistaats 2,3 Milliarden Euro. Rund 1,4 Milliarden Euro wurden bereits investiert.
Der Freistaat ist Spitzenreiter bei Investitionen in den Klimaschutz. In den vergangenen vier Jahren wurde eine dreiviertel Milliarde Euro für CO2-Reduzierung, energetische Sanierung und Klimaforschung ausgegeben.

"Das Klimaprogramm ist eine wichtige Investition in die Zukunft Bayerns - daran halten wir fest. Wir setzen neue Akzente und Schwerpunkte", so Huber. Dazu zählen die Renaturierung von biologischen CO2-Speichern, wie Moore, Auen und Wälder. Bayerns Ziel bleibe, die energiebedingten CO2-Emissionen bis 2030 auf fünf Tonnen pro Kopf und Jahr zu verringern.

Mit dem Klimaprogramm wurden in den Jahren 2008 bis 2011 Sondermittel in Höhe von 350 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der energiebedingte CO2-Ausstoß liegt heute jährlich pro Kopf im Freistaat bei rund 6 Tonnen - also rund 20 Prozent unter dem EU-Durchschnitt mit 7,9 Tonnen.

Hintergrundinformation
Der Klimamonitoringbericht 2011 ist ein Ergebnis des Kooperationsvorhabens 'Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft (KLIWA)' der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz sowie des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dem Bericht liegt eine Auswertung der bis ins Jahr 1931 zurückreichenden Wetterbeobachtungen des DWD und Abflussbeobachtungen der beteiligten Bundesländer zugrunde. Die durchgeführten Auswertungen werden in mehrjährigen Abständen fortgeschrieben, um ein konkretes Bild des regionalen Klimawandels und belastbare Daten, insbesondere für wasserwirtschaftliche Planungen, zu erhalten.

Der vollständige Bericht ist unter folgendem Link zu finden: www.klima.bayern.de.