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26.11.2010 | Energie, Klima- und Umweltschutz, Veranstaltungen und Wettbewerbe

Rockwool unterstützt "InnovationCity" Bottrop

Vorfreude breitet sich aus in der Unternehmenszentrale der Deutschen Rockwool in Gladbeck: Nachdem die Nachbarstadt Bottrop Anfang November den Zuschlag aus dem Initiativkreis Ruhr bekam und in Kürze zur - InnovationCity - des Ruhrgebiets wird, stehen die Planungsspezialisten des Dämmstoffherstellers in den Startlöchern. Denn nun geht es für Bottrop darum, innerhalb weniger Wochen in einem Projektplan darzustellen, durch welche Maßnahmen genau das Pilotgebiet in Bottrop schon bald zum Musterbeispiel für eine energieeffiziente Stadtentwicklung werden soll.

(Foto: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG)

Wie schon in der Bewerbungsphase will das Gladbecker Unternehmen die Verantwortlichen der Nachbarstadt Bottrop zunächst vor allem mit ihrem Planungs-Know-how unterstützen. Volker Christmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Rockwool, plädiert für einen engagierten Einsatz aller Förderer und Freunde der Stadt Bottrop. "Das Modernisierungsprojekt ‚InnovationCity’ wird zum einen viele Arbeitsplätze im regionalen Baugewerbe und bei den Partnern wie der Deutschen Rockwool sichern und schaffen." Als fest in der Region verwurzelter Arbeitgeber habe die Deutsche Rockwool deshalb von Anfang an die Bewerbung der Stadt Bottrop im Wettbewerb "InnovationCity" aktiv unterstützt. Zum anderen werde, auch davon ist Christmann überzeugt, der Fremdenverkehr im Ruhrgebiet profitieren, da ein solches Modellprojekt zweifelsfrei über Jahre viel Publikum aus aller Welt anziehen wird.

In zehn Jahren die Emissionen halbieren

Und natürlich freue man sich, so Christmann, auch auf die weitere Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen, denn: "Alle Beteiligten werden voneinander lernen können und wertvolle Rückschlüsse für ihr eigenes Kerngeschäft ziehen können. Deshalb fühlen wir uns ein wenig so, als wenn wir selbst gewonnen hätten."

Ziel der Maßnahmen in Bottrop ist es, die Emissionen im Pilotgebiet, welches unter anderem die komplette Bottroper Innenstadt umfasst, von 410.000 auf 200.000 Tonnen CO2 pro Jahr zu reduzieren. Knapp zwei Milliarden Euro werden nach Schätzungen der Planer investiert, um dieses Ziel zu erreichen. Zum Modell für möglichst das ganze Ruhrgebiet soll Bottrop werden, weil das ausgewählte Pilotgebiet als Mischgebiet mit Wohn- und Gewerbeimmobilien für die Region typisch ist. Gemeinsam mit den Anwohnern wird nun nach Möglichkeiten gesucht, den effizienten Umgang mit Energie zu fördern und zugleich den Menschen einen möglichst hohen Wohnwert zu bieten. Vollständig umgesetzt werden sollen alle Maßnahmen bis 2020.

Wie es gehen kann, zeigt eine Studie des ECOFYS-Instituts. Hiernach stellen so genannte "Deep Renovations", also die möglichst umfassende Sanierung von Gebäuden anstelle einzelner Bauteilsanierungen, die aus wirtschaftlichen, ökologischen und arbeitsmarkttechnischen Gesichts-punkten sinnvollste Lösung dar. Die umfassende energetische Ertüchtigung einer ganzen Region macht Bottrop damit zur Kommune mit Vorbildfunktion.

Zwischen Abu Dhabi und Bottrop

Die bauwissenschaftliche Bedeutung des Projektes vergleichen Experten mit der des Projektes Masdar City in Abu Dhabi. Dort soll eine weitgehend CO2-neutrale Stadt neu entstehen. "Wir hier im Ruhrgebiet suchen demgegenüber aber genauso wie wahrscheinlich alle Ballungsräume der westlichen Welt nach Möglichkeiten, die CO2-Emissionen im Gebäude-bestand drastisch zu reduzieren", erläutert Frank Mörke, Leiter Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der Deutschen Rockwool, den Unterschied der beiden Modellversuche. "Faszinierend ist die Chance, jetzt Maßnahmen je Gebäude mit Maßnahmen für eine Veränderung der städtischen Infrastruktur zu verknüpfen. Im Pilotgebiet in Bottrop stehen Wohnhäuser jeder Größe, aber auch gewerblich genutzte Gebäude, Schulen, Sportstätten - eben alles, was zu einem typischen Mischgebiet gehört. Gefragt sind im Planungsteam also Spezialisten der Gebäudetechnik, Energie- und Bauwirtschaft gleichermaßen."

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