IFAT 2014
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Mittwoch, 25. Mai. 2011 Alter: 3 Jahr/e

Breitbandgipfel der Hessischen Landesregierung

Endspurt bei der Grundversorgung - Aufbruch zu Hochleistungsnetzen - "Hessen ist auf der Zielgeraden." Dieses ResĂŒmee zog WirtschaftsstaatssekretĂ€r Steffen Saebisch beim zweiten Breitbandgipfel in Wiesbaden.

Bis Ende des Jahres werde die flĂ€chendeckende Grundversorgung mit Breitband-InternetzugĂ€ngen erreicht, so dass Hessen die Erschließung mit Hochgeschwindigkeitsnetzen (Next Generation Access, NGA) konkret anvisieren könne.
Vor rund 450 Teilnehmern des Gipfels stellte Saebisch die Strategie dazu vor.

Ende 2009 hatte es in Hessen noch ĂŒber 1400 Ortsteile gegeben, in denen keine InternetzugĂ€nge von mindestens 1 Mbit/s verfĂŒgbar waren. Inzwischen haben 99,1 % der Haushalte in Hessen eine Grundversorgung bzw. eine Grundversorgungsperspektive.
2,8 Millionen Euro Fördermittel wurden dafĂŒr aufgewendet.

"Damit ist das Ziel der flĂ€chendeckenden Grundversorgung nahezu erfĂŒllt", sagte Saebisch.Das nĂ€chste Ziel der Breitbandstrategie sei wesentlich ehrgeiziger. Hier wolle Hessen erreichen, dass bis 2014 mindestens 75% der Haushalte Internetverbindungen mit Übertragungsraten von wenigstens 50 Mbit/s nutzen können. Den Weg dazu beschreibt die hessische NGA-Strategie fĂŒr den Auf- und Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen.

"Schnelles Internet ist fĂŒr BĂŒrger und Unternehmen in der heutigen Informationsgesellschaft zu einer unverzichtbaren sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur und damit fĂŒr die Regionen und Kommunen zu einem wesentlichen Standortfaktor geworden. Mit unserer Breitband-Initiative setzen wir uns gegen eine digitale Spaltung zwischen lĂ€ndlichen und stĂ€dtischen Regionen ein, erschließen Wachstumspotenziale und bauen Hessens Position als IT- und Kommunikationsstandort Nr. 1 in Deutschland weiter aus", sagte Saebisch.

Die NGA-Strategie basiert auf einem integrativ-kooperativen Ansatz. Das Land agiert als Bereitsteller, Koordinator und Förderer. Es setzt vorrangig auf den marktgetriebenen Ausbau, unterstĂŒtzt aber die AktivitĂ€ten in den Landkreisen mit ergĂ€nzenden Maßnahmen. So erhalten Landkreise oder GemeindeverbĂ€nde u.a. fĂŒr externe Planungsarbeiten professioneller BĂŒros einen Zuschuss von 50%.

Zudem unterstĂŒtzt Hessen die zielgerichtete Planung mit dem Breitbandinformationssystem hesbis. Im Rahmen des Straßenbauprogramms werden Leerrohre verlegt, die Datenleitungen aufnehmen können. Schließlich gelte es, so Saebisch, gerade in lĂ€ndlichen Regionen Anwendungsszenarien zu schaffen, um die Nachfrage zu forcieren. Dazu will Hessen die Entwicklung internetbasierter Anwendungen und des "Internets der Zukunft" weiter vorantreiben.
"Denn Hessen setzt nicht nur auf den Ausbau der Netze, sondern auch auf innovative Anwendungen, die den marktwirtschaftlichen Ansatz stÀrken", so der StaatssekretÀr.

Saebisch zeigte sich erfreut, dass auch die drei aus Hessen kommenden Sieger des Bundeswettbewerbs Jugend forscht mit einem eigenen Stand auf dem Breitbandgipfel vertreten waren. "Till HĂŒlsmann, Jonatan Molinski und Joshua KĂŒhner zeigen, dass es in Hessen kreative Köpfe gibt, die der Wissenschaft mit ihren FĂ€higkeiten zukĂŒnftig zur VerfĂŒgung stehen."

Die drei Jungforscher entwickelten eine laserbasierte Methode zur Kryptografie in Glasfasern. Ihr Verfahren zur VerschlĂŒsselung ermöglicht eine schnelle und abhörsichere DatenĂŒbertragung.

Die hessische NGA-Strategie mit allen Informationen steht zum Download bereit unter www.breitband-in-hessen.de.

Breitband in Hessen ist ein Projekt der hessischen Landesregierung. Es soll bis Ende 2011 die Grundversorgung unterversorgter Gemeinden und Ortsteile sowie bis Ende 2014 den Auf- und Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen erreichen. Das im Hessischen Ministerium fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung angesiedelte ProjektbĂŒro hat beratende und unterstĂŒtzende Funktion in den Bereichen Finanzierung und Förderung, rechtliche Rahmenbedingungen, Marktversorgung, Informationssystem sowie Technik. Dabei arbeitet es eng mit den umsetzenden Kommunen, den Telekommunikations- und Versorgungsunternehmen sowie mit Behörden, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern und VerbĂ€nden zusammen. Weitere Informationen unter www.breitband-in-hessen.de

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