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19.01.2018 | Klima- und Umweltschutz

KlimaLokal: Klimaschutz zu Hause mit globalem Effekt

„Einfach machen“ heißt die Devise der Stadtwerke Burg, wenn es um Klimaschutz geht. Und das meint der Energiedienstleister aus Sachsen-Anhalt durchaus wörtlich. Mit seiner jüngsten Initiative „KlimaLokal“ belohnt er Privatleute, Firmen und Kommunen, die einen aktiven Beitrag zur Minderung von Treibhausgasen leisten.

Möglichkeiten dafür gibt es viele: Das Spektrum reicht von einer effizienteren Beleuchtung über die Erneuerung der Heizung bis zum Spritspar-Training. Die Klimaschützer bekommen einen regionalen Klimabonus, der sich nach der Höhe der Einsparung an Treibhausgasen richtet.
„Um beim Beispiel Heizung zu bleiben: Das lohnt sich dreifach – die Klimaschützer sparen Heizkosten, bekommen einen geldwerten Bonus und die Umwelt wird regional entlastet“, informiert Dr. Alfred Kruse, Geschäftsführer der Stadtwerke Burg.

Bezahlt wird der regionale Klimabonus von anderen Menschen, die dem Klima ebenfalls etwas Gutes tun wollen. Diese lassen ihr Tun klimaneutral stellen. Das heißt, die von ihnen verursachten Treibhausgase werden kompensiert, indem woanders Emissionen um die entsprechende Menge verringert werden. „Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach“, erklärt Alfred Kruse und verweist auf die Website der Stadtwerke Burg (siehe Link). Hier finden Interessierte jetzt detaillierte Informationen und ein YouTube-Video, das simpel erklärt, wie KlimaLokal funktioniert. Die Klimaschutz-Lösungen der Stadtwerke Burg sollen inspirieren, die Dringlichkeit des Klimaschutzes ins Bewusstsein rufen und Bürger letztendlich auch zum Handeln bewegen. „Wir haben KlimaLokal entwickelt, um Klimaschutzprojekte vor der eigenen Haustür unterstützen zu können“, betont der Geschäftsführer, „dafür interessieren und engagieren sich die Bürger mehr als für ferne Regionen in der Welt.“

Stadtwerke Burg wieder mal Pionier

Die Stadtwerke Burg sind das erste Stadtwerk, das seinen Kunden „KlimaLokal“ anbietet, ein Produkt der FutureCamp mit Sitz in München. FutureCamp und Stadtwerke Burg sind seit langem Kooperationspartner. Vor einigen Jahren haben sie gemeinsam die KlimaManufaktur als Dienstleister ins Leben gerufen. Die Stadtwerke Burg engagieren sich seit Jahren konsequent und auf vielseitige Art und Weise für den Klimaschutz. So lassen sie beispielsweise schon seit 2014 alle Emissionen, die von ihrem Unternehmen bewirkt werden, klimaneutral stellen – vom Fuhrpark über das verwendete Papier und die Kundenzeitung bis zum Reiseverkehr ihrer Mitarbeiter.

„Ich sehe kommunale Stadtwerke hier in der Pflicht, durch geeignete Produkte und Motivationsfaktoren mehr Menschen dazu zu bewegen, aktiv ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir müssen alle helfen, den Anstieg der Erdtemperatur zu begrenzen. Das klappt aber nur, wenn wir den Ausstoß an Treibhausgasen drastisch senken“, appelliert er an Endverbraucher wie Kollegen. Allein durch das ebenfalls von den Stadtwerken Burg initiierte Projekt „Lichtwerke Burg“, das sich um effiziente Beleuchtung für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen kümmert, werden bereits 254 Tonnen Kohlendioxid und 508.140 Kilowattstunden elektrische Energie pro Jahr eingespart. Erreicht wird dieser Wert durch die Modernisierung von 2.823 Lichtpunkten sowie Beleuchtungsberatung und Umsetzung der energiesparenden Konzepte.

Klimaschutz einfach gemacht

Der deutsche Durchschnittsbürger verursache durch seine Lebensweise rund 11,2 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Bereits kleine Beiträge können große positive Auswirkungen haben, meint Alfred Kruse und fügt an: „Mit der Initiative KlimaLokal werden wir dem Wunsch vieler Kunden gerecht, neben weltweiten Klimaschutzprojekten auch regionale Energieeffizienz- und Emissionsminderungsmaßnahmen zu fördern. Da es aktuell aber noch keine Mechanismen zur Generierung von allgemein anerkannten Zertifikaten in Deutschland gibt, haben wir das Konzept des „Klimabonus“ ins Leben gerufen.“

Das Portfolio der Energieeffizienz- und Emissionsminderungsmaßnahmen reicht dabei von kleinen Dingen wie Messungen zur Reifendruckkontrolle über Energieberatung für Haushalte bis hin zu großen Aktionen wie dem Einbau einer neuen Heizungsanlage oder einer kompletten Umstellung der Beleuchtung. Die Förderung erfolgt individuell abhängig von der Höhe der Emissionsminderung. Diese wird auf Basis eines Methodenkatalogs berechnet. Die erzielte Reduktion an Treibhausgasen wird dann im Sinne eines regionalen Kreislaufs zur Kompensation anderer Geschäftstätigkeiten in der Region eingesetzt.