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18.10.2017 | Klima- und Umweltschutz

RAL-CO2OL-PRINT: Bereits über 700000 Tonnen CO2-Reduzierung beurkundet

Wie berichtet hat die RAL-Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten das Tool RAL CO2OL-PRINT eingeführt, mit dem die CO2-Reduzierung durch klimagerechte Kühlgerätebehandlung gemessen werden kann. Wie die Gütegemeinschaft nun mitteilt, wurden seit Markteinführung bereits 30 Urkunden über die Einsparung von bisher über 700000 Tonnen CO2-Emmissionen ausgestellt.

Bei der Ermittlung der vermiedenen CO2-Emmissionen in den Behandlungsanlagen für Altgeräte werden alle direkten und indirekten FCKW- und KW- Rückgewinnungsmengen einerseits, andererseits aber auch eventuelle Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen bei der Rückproduktion von Kühlgeräten mit einbezogen und als CO2 -Äquivalente ausgewiesen.

Grundlage der RAL CO2OL-PRINT-Berechnungen ist ein konsequentes Monitoring der Kühlgeräte-Rückproduzenten auf Basis der CENELEC Norm EN 50574:2012 und der RAL-Gütesicherung RAL-GZ 728. Konsequent angewendet werden entsprechend dieser Regelwerke Geräte-Input- und Produkt-Output-Ströme der Anlagen täglich aufgezeichnet und ausgewertet.

Nur wenn alle in die eingehenden Anlagen verbrachten Gerätemassen, deren Verteilung entsprechend Gerätetyp und deren Art der verwendeten Kälte- und Treibmittel sowie alle ausgetragenen Materialien-Massen tagesaktuell ermittelt werden, können die Anforderungen der EN-Norm 50574:2012, der TS EN 50574-2:2014 und der RAL-GZ 728 in der Praxis erfüllt werden. Das ist dann auch gleichzeitig eine wichtige Grundlage für die Ermittlung der RAL-CO2OL-PRINT-Eckdaten bei den Rückproduzenten.

  • Ermittlung der klimarelevanten Produkte (in erster Linie FCKW, KW, Kunststoffe, Metalle, Kälteöle, Kompressoren) im Output der Anlagen.

  • Ermittlung der Massen klimarelevanter Produkte pro Zeiteinheit (Monat, Quartal, Halbjahr, Jahr)

  • Berechnung der CO2- Äquivalente pro Zeiteinheit

  • Ermittlung der CO2-Emissions-Stellen (z.B. FCKW – Emissionen, Energieverbrauch bei Transport und Rückproduktion)

Die Berechnung des individuellen Carbon Footprint des Rückproduzenten erfolgt neutral durch RAL, unter Berücksichtigung der bekannten Normen (z.B. DIN ISO 14067) und Standards (z.B. VCS Standard ODS Recovery)

Das RAL-CO2OL-PRINT Tool geht ins Detail und berechnet neutral, transparent und lückenlos alle echten CO2-Äquivalente. Werden etwa weniger FCKW rückgewonnen, als gemäß den Standardvorgaben erforderlich zeigt sich das letztlich auch an einer geringeren CO2-Einsparung.

Seit Einführung von RAL CO2OL-PRINT haben nun Rückproduzenten aus bisher 6 europäischen Ländern (Schweden, Schweiz, Griechenland, Luxembourg, Österreich und Deutschland) insgesamt über 700000 Tonnen CO2 Emissionen eingespart. Das entspricht einer CO2-Emission, die entsteht, wenn ca. 350000 PKW ein Jahr einen Durchschnitt von ca. 14000 km fahren1. Dieser unglaubliche Vergleich verdeutlicht die Bedeutung einer konsequenten Rückproduktion auf der Basis von Normen umso mehr, als klar wird, dass immer noch fast die Hälfte aller europäischen Kühlgeräte eine FCKW-Altlast in sich führen.

1 Bei einem durchschnittlichen CO2-Äquivaltent von ca. 0,15 kg CO2 pro km