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12.09.2016 | Soziale Stadt/PPP-Projekte, Stadtplanung

Neuauflage des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ gefordert

Für das altersgerechte Wohnen gewinnen technische Hilfen und Assistenzsysteme zunehmend an Bedeutung. Daher hat Baustaatssekretär Adler in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Fachtagung der Smart Home Initiative Deutschland übernommen. Diese findet heute und morgen in Hannover statt. Baustaatssekretär Gunther Adler: "Nach einer aktuellen Studie fehlen in Deutschland bis 2030 rund 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen. Smart Home-Lösungen können den altersgerechten Umbau von Wohngebäuden unterstützen und das Leben älterer Menschen erleichtern. Innovative, elektronische Assistenzsysteme können es Menschen ermöglichen, länger selbstbestimmt in ihrer vertrauten Wohnumgebung zu leben."

Bereits seit 2012 fördert das Bundesbauministerium gemeinsam mit der KfW-Bankengruppe Smart-Home-Lösungen, im Rahmen des Programms "Altersgerecht Umbauen". Diese sorgen in Wohnungen für ältere Menschen für mehr Sicherheit und Komfort. Dazu zählen zum Beispiel Sturzmeldern, vernetzten Notrufsystemen oder Anlagen zur Steuerung und leichteren Bedienung von Türen, Rollläden oder Fenstern. Dadurch können Pflegeheimaufenthalte häufig zeitlich verzögert oder ganz vermieden werden.

Adler: "Unser Förderprogramm 'Altersgerecht Umbauen' ist die richtige Antwort auf den demografischen Wandel. Das zeigt die enorme Nachfrage. Bereits seit Ende Juli sind die Fördermittel ausgeschöpft. Wir werden uns intensiv dafür einsetzen, für das Jahr 2017 erneut Fördermittel zu erhalten. Der altersgerechte Umbau und die Förderung intelligenter 'Smart Home'-Technologien ist mit Blick auf die demografische Entwicklung wichtiger denn je". Dabei wies Herr Staatssekretär Adler auch auf die Bedeutung des Datenschutzes hin: "Der Bürger muss wissen, was mit seinen Daten geschieht und die Möglichkeit haben, sie einzusehen."

Insgesamt wurden laut Ministerium seit 2009 durch staatliche Zuschüsse und Darlehen in Höhe von 350 Millionen Euro mehr als 265.000 Wohnungen altersgerecht saniert. Pro Wohneinheit gab es bis zu 6250 Euro Zuschuss.