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12.06.2016 | Klima- und Umweltschutz

Neue Informationsplattform zu Klimaschutz und Energie im Südwesten gestartet

Neutrale Angebote zu kommunalem Klimaschutz, Energiemanagement, Wärmenetzen und Contracting. Kommunen und Unternehmen im Südwesten können sich künftig kostenfrei über Energieeffizienz und Energieerzeugung informieren sowie zahlreiche Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Dafür sorgen die im vergangenen Jahr neu gegründeten Kompetenzzentren der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Sie sind seit dem 9. Juni 2016 mit einer neuen Internetpräsenz erreichbar.

Die Experten der neuen Kompetenzzentren widmen sich zunächst den Themen „Kommunaler Klimaschutz“, „Energiemanagement“, „Contracting“ und „Wärmenetze“. Kommunale und betriebliche Entscheidungsträger profitieren von einer hersteller- und produktunabhängigen Impulsberatung, fundierten Informationsmaterialien und vielen Netzwerk- und Qualifizierungsveranstaltungen.
Viel Wissenswertes aus der Praxis, Informationen zum Angebot und Ansprechpartner bietet die neue Internetseite. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter 0721 984 71-0 möglich.

Finanziert werden die Zentren mit Sitz bei der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg in Karlsruhe vom Umweltministerium Baden-Württemberg. Ziel ist, das Wissen der Energiefachleute in den Gemeinden und Betrieben auszubauen, sie zu Effizienzmaßnahmen zu motivieren und den Markt zu befördern.

Frischer Wind für die Energiewende im Land
Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind in den vergangenen Jahren für Städte, Gemeinden und Firmen immer wichtiger geworden. Entsprechende Maßnahmen senken die Energiekosten, sind häufig wirtschaftlich und machen unabhängiger vom Auf und Ab der Energiepreise. „Das eröffnet neue finanzielle Spielräume in den Kommunen und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, sagt Umweltminister Franz Untersteller. „Klimaschutz bringt nicht nur der Umwelt etwas.“
„Die neuen Kompetenzzentren vermitteln systematisches Wissen zu den zentralen Energiethemen der Zukunft“, ergänzt KEA-Geschäftsführer Dr. Volker Kienzlen. „Von dem Know-how der KEA werden nicht nur die Kommunen und Unternehmen in Baden-Württemberg noch stärker als bisher profitieren, sondern auch die Energiewende im Land.“

Die Kompetenzzentren wenden sich an Entscheidungsträger in Städten, Gemeinden und Landkreisen, Schulen, kirchlichen Einrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen. Auch Energieversorger, Genossenschaften, die Wohnungswirtschaft, Betriebe des Gesundheitswesens, lokale Agenda 21-Gruppen und engagierte Bürger sollen unterstützt werden.

Alle Kompetenzzentren arbeiten eng mit den Akteuren auf den Gebieten Energie und Energieeffizienz zusammen: Netzwerkpartner sind die regionalen Energieagenturen, die kommunalen Klimaschutzbeauftragten und die kommunalen Landesverbände. Auch die regionalen Kompetenzstellen für Energieeffizienz (KEFF) in den zwölf Regionen Baden-Württembergs und die Landesagentur Umwelttechnik BW (UTBW) gehören zu den Kooperationspartnern. Hinzu kommen Forschungsinstitute und weitere Verbände.

Neue Rolle für die Landesenergieagentur
Die KEA wird im Zuge des Ausbaus der Kompetenzzentren ihre kostenpflichtigen Angebote Schritt für Schritt zurückfahren und künftig zunehmend vom Umweltministerium finanzierte Leistungen erbringen.
Das Land hat die Absicht, seine Gesellschaftsanteile an der KEA bis 2018 von derzeit 58 auf 100 Prozent zu erhöhen. Auf diese Weise möchte sich Baden-Württemberg das Know-how und die Erfahrung der rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern. „Damit kann sich die KEA künftig noch stärker als bisher für die im Klimaschutzgesetz formulierten und im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept IEKK konkretisierten Ziele des Landes einsetzen“, so Minister Untersteller.