Public Manager
08.09.2015 | Klima- und Umweltschutz

Minister Remmel: „Deutschlands beste EnergieAgentur kommt aus Nordrhein-Westfalen“

Der nordrhein-westfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel sieht in der seit 25 Jahren erfolgreichen Tätigkeit der EnergieAgentur.NRW den Garant für eine konsequente Umsetzung der Energiewende in NRW. Die EnergieAgentur.NRW ist bundesweit die größte von einem Land getragene Einrichtung ihrer Art.

„Daher ist es nur konsequent, wenn wir in Nordrhein-Westfalen als Energieregion Nummer 1 auch die Energieagentur Nummer 1 beheimaten. In unserer schnelllebigen und durch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel bestimmten Zeit steht die EnergieAgentur.NRW für Kontinuität und Beständigkeit. Zugleich ist die EnergieAgentur auch immer Trendsetter und innovativ aufgestellt. ‚Klimaschutz made in NRW‘ ist so eine erfolgreiche Entwicklung der letzten fünf Jahre. Seit nunmehr zweieinhalb Jahrzehnten ist die EnergieAgentur ein zuverlässiger Partner für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Ich gratuliere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bedanke mich für ihre qualitätsvolle und erfolgreiche Arbeit“, erklärte Remmel. 

Die EnergieAgentur.NRW wurde 1990 vom damaligen Wirtschaftsminister und späteren Präsident der Landeszentralbank Reimut Jochimsen gegründet. Schon damals bestand die Aufgabe darin, die Unternehmen, Kommunen und privaten Haushalte in Fragen der effizienten Energienutzung sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien zu beraten und weiter zu bilden. Das Tätigkeitsspektrum hat sich mit den Jahren enorm erweitert. Remmel: „Die EnergieAgentur.NRW hat sich mit ihren breit angelegten Aktivitäten zu einem zentralen Instrument zur operativen Umsetzung der nordrhein-westfälischen Energie- und Klimaschutzstrategie entwickelt. Der Name „EnergieAgentur.NRW“ hat nicht nur in der Öffentlichkeit einen sehr guten Klang. Er steht für rund 200.000 Beratungsanfragen, die seit 1990 in viele Tausend umgesetzte Projekte in Unternehmen und Kommunen mit hohen Investitionsvolumina mündeten. Er steht für 500.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weiterbildungsangeboten in Sachen Energieeffizienz. Der Name EnergieAgentur.NRW steht auch für 50 fertig gestellte Solarsiedlungen, für weitere 18 fertiggestellte und schon heute fast 50 geplante Klimaschutzsiedlungen oder für fast 120 NRW-Kommunen, die am European Energy Award teilnehmen“, so der Minister. 

Er stehe aber auch für über 5.000 Mitstreiterinnen und Mitstreiter in den beiden Clustern EnergieRegion.NRW und Energieforschung.NRW. Er stehe Innovation und Motivation, für die Weiterentwicklung der Brennstoffzelle, für die Steigerung des Kraft-Wärme-Kopplungsanteil im Land, für über 130.000 Besucherinnen und Besucher im Energieberatungsmobil, für 59.000 Gebäude- und Solar-Checks, die von Handwerkerinnen und Handwerkern, von Architektinnen und Architekten durchgeführt werden und – dies wurde evaluiert – Investitionen von über 360 Mio. Euro auslösten. Der Name stehe nicht zuletzt für die 28.000 Haushalte in Nordrhein-Westfalen, die mit Holzpellets oder für die 120.000 Haushalte im Land, die mit Wärmepumpen heizen. 

Minister Remmel: „Das wir in den letzten 25 Jahren den Grundstein für eine Arbeit gelegt haben, die jetzt beginnt, Früchte zu tragen, zeigen aktuelle Berechnungen: Bis zum Jahr 2025 können 30 Prozent des Stroms in Nordrhein-Westfalen aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Also eine Verdreifachung in den nächsten zehn Jahren. In Sachen Wärmewende, Energieeffizienz, KWK und so weiter sind die Aufgaben und Baustellen riesig. Sie sehen: Es gibt viel zu tun. Wir packen es an - zusammen mit der EnergieAgentur.NRW und den Menschen im Land!“ 

„Wenn wir zurückblicken, dann nicht ohne Stolz: In den vergangenen 25 Jahren hat die EnergieAgentur.NRW sehr viel geleistet. Die EnergieAgentur.NRW hat sich mit ihrer Neutralität und Objektivität einen positiven Ruf erarbeitet, der weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hin bekannt ist. Aber wir sind realistisch genug, um das nicht über zu bewerten. Die Energiewende bedeutet nicht weniger als eine Gesellschaft, die sich auf den Weg gemacht hat. Und damit sind nicht allein die Menschen in Nordrhein-Westfalen gemeint. Die Energiewende ist inzwischen eine globale Bewegung. Sie wird an Komplexität weiter zunehmen. Und weil sie vom Wesen her dezentral ist, wird die Steuerung eine wesentliche Herausforderung sein. Die Ausmaße der künftigen Transformation sorgen dafür, dass die Herausforderungen auf absehbare Zeit weiter zunehmen werden. Denn auch 2030 wird man objektive und neutrale Informationen, Beratung, Weiterbildung und Vernetzung schätzen und brauchen – mehr noch als heute!“, prognostizieren Dr. Frank-Michael Baumann und Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.