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28.10.2015 | Klima- und Umweltschutz

REIF – NRW-Klimaschutztechnologie für Japan

Wenn heute (28. Oktober) in der japanischen Präfektur Fukushima die zweitägige Messe „Renewable Energy Industrial Fair“ ( REIF) beginnt, dann wird auch wieder das Land Nordrhein-Westfalen unter den Ausstellern vertreten sein. Bereits zum dritten Mal organisiert die EnergieAgentur.NRW einen Gemeinschaftsstand mit NRW.International, auf dem fünf Unternehmen ihre Technologien zur Nutzung Erneuerbarer Energien vorstellen werden. Die Messe wird gemeinsam von Masso Uchibori, Gouverneur der Präfektur Fukushima, sowie Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, eröffnet.

Die Firmen 2G Energy AG, Grenol GmbH, IBC Solar Project KK und ThyssenKrupp Otto K.K. stellen ihre Technologien im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung, Bioenergie und Photovoltaik zudem im Rahmen eines Seminars dem japanischen Publikum vor. Der Biogashersteller EnviTec Biogas AG ist durch seinen japanischen Partner RENAGEN auf der Messe vertreten. 

Nach dem Tsunami und der Atomkatastrophe hat die Präfektur Fukushima beschlossen, die erneuerbaren Energien auszubauen und in diesem Zuge u.a. die Messe REIF in Koriyama ins Leben gerufen. Die Messe ist seit ihrer Gründung 2012 jährlich gewachsen und zählt dieses Jahr 176 internationale Aussteller. Auch in diesem Jahr werden wieder über 6.000 Besucher erwartet. 

Zusätzlich zur nationalen Einspeisevergütung für regenerativ erzeugten Strom bietet die Präfektur Fukushima für ausländische Unternehmen und Investoren attraktive Investitionsanreize. Seit der Einführung der Einspeisevergütung in Japan im Juli 2012 ist vor allem die Photovoltaik in Japan rasant angestiegen. In der Präfektur Fukushima ist bisher eine Kapazität von etwa 500 MW an erneuerbaren  Energien installiert worden. Ziel der Präfektur Fukushima ist es, den Energiebedarf bis 2040 komplett aus erneuerbaren Energien sicherzustellen. Zudem soll zukünftig grüner Strom aus Fukushima über das bestehende Tepco-Hochspannungsnetz in den Großraum Tokyo transportiert werden. Um diese Ausbauziele zu erreichen, steht die Präfektur im engen Austausch mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der EnergieAgentur.NRW. Anfang 2014 wurde eine gemeinsame Erklärung mit dem NRW-Klimaschutzministerium unterzeichnet.