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04.05.2015 | Klima- und Umweltschutz

Klimaforschung unter Wasser

Die Klimaforschung ist ein wesentlicher Schwerpunkt der bayerischen Klimapolitik. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute (04.05.15) in Iffeldorf zum Start eines neuen Forschungsverbunds, der die Auswirkungen des Klimawandels auf die bayerischen Seen untersucht.

"Der Klimawandel ist eine der wichtigsten Umweltfragen unserer Zeit. Die Auswirkungen der Klimaveränderung werden in allen Lebensbereichen spürbar sein. Das gilt auch für unsere heimischen Seen. In Bayern gibt es rund 500 größere Seen. Im Jahr des Klimas nehmen wir weitere 900.000 Euro für die Klimaforschung in Seen in die Hand", so Scharf.

Im Verbundprojekt beschäftigen sich Wissenschaftler der TU München an der Limnologischen Station Iffeldorf unter anderem mit den Auswirkungen extremer Hochwasser. Sie werden durch den Klimawandel in Zukunft wahrscheinlicher. Sand und andere Feinsedimente aus Flüssen können das Seewasser trüben. Dadurch erhalten Unterwasserpflanzen weniger Licht zum Wachsen. Durch steigende Wasserspiegel sind gleichzeitig die Schilfgürtel im Uferbereich als bedeutender Lebensraum für Pflanzen und Tiere bedroht. Ein weiteres Teilprojekt untersucht spezielle Planktonalgen, die Kohlendioxid speichern können. Durch steigende Wassertemperaturen können sich Art und Anzahl der Algen in Seen verändern.

Der neue Projektverbund "Bayerns Seen im Klimawandel" ergänzt den 2014 gegründeten Projektverbund "Bayerns Landschaften im Klimawandel", den das Umweltministerium mit rund 1,2 Millionen Euro unterstützt. Scharf: "Bayern ist die Hochburg der Klimaforschung. Nur durch fundierte Forschungsergebnisse können wir gezielt Strategien entwickeln und Bayern klimasicher machen."