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12.02.2015 | Klima- und Umweltschutz

Scharf: Klimaschutz säen, Zukunft ernten / Rund 1,2 Millionen Euro für Klimaforschung

Die bayerische Klimaschutzpolitik setzt auf fundierte Forschung in der Region. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in Freising zum Start einen neuen Forschungsprojekts im Klima- und Bodenschutz.

"Wir müssen uns dem Klimawandel stellen. Klimaschutz beginnt sprichwörtlich vor der eigenen Haustüre: Bayerns Böden sind riesige Kohlenstoffspeicher. In unseren Böden schlummert vier Mal so viel klimaschädliches Kohlendioxid wie in Deutschland jedes Jahr ausgestoßen wird – umgerechnet knapp 3 Milliarden Tonnen. Deshalb ist unsere Devise klar: Wir müssen unsere Böden schützen. Wir wollen Klimaschutz säen und Zukunft ernten. Dazu brauchen wir gesicherte Ergebnisse aus der Klimaforschung. Die bayerischen Hochschulen sind in diesem Bereich international Spitze."

Bayern verstärkt im Internationalen Jahr der Böden 2015 seine Aktivitäten in der Bodenforschung. Im Rahmen des neuen Projektverbunds "Bayerns Landschaften im Klimawandel" untersuchen Wissenschaftler der TU München in drei Teilprojekten die Auswirkungen des Klimawandels auf heimische Böden.

"In Freising schlägt das grüne Herz der Wissenschaft. Wir investieren in den kommenden drei Jahren rund 1,2 Millionen Euro in das Forschungsprojekt. Das ist eine starke Basis für ein starkes Vorhaben", so Scharf. Unterschiedlichste Landschaften wie das Voralpenland, das Ammer-Einzugsgebiet oder der Bayerische Wald werden dabei detailliert untersucht – vor allem hinsichtlich ihrer Belastbarkeit durch den Klimawandel. Damit diese Ökosysteme ihre wichtige Rolle als Kohlenstoffspeicher auch in Zukunft erfüllen können, müssen bereits heute die Weichen richtig gestellt und geeignete Anpassungsstrategien entwickelt werden.