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20.04.2015 | Klima- und Umweltschutz

Scharf: Innovatives Internet-Instrument für kleine Betriebe / Bayern baut Angebot für betrieblichen Umweltschutz aus

Verbesserungen beim betrieblichen Umweltschutz lassen sich häufig bereits mit kleinen Veränderungen im Alltag erreichen. Um neue Impulse zu geben und Betriebe zu sensibilisieren, hat das Bayerische Umweltministerium neue Online-Arbeitshilfen für rohstoffgewinnende Betriebe, Müller und Fleischereien entwickelt.

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte dazu: "Die Online-Leitfäden sind ein deutschlandweit einzigartiges Instrument. Das innovative Tool greift die aktuellen Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen auf. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind praxistauglich und kostengünstig. Sie haben einen doppelten Effekt für die Umwelt und den Geldbeutel der Betriebe."

Zum Beispiel benötigen Fleischereibetriebe große Kühl- und Gefrieraggregate ebenso wie größere Mengen Warmwasser. Scharf: "Bis zu einem Drittel des gesamten Energiebedarfs in einer Metzgerei wird für das Kühlen und Gefrieren aufgewendet. Durch intelligente Systeme zur Wärmerückgewinnung kann die Abwärme aus den Kälteanlagen für die Warmwassererzeugung genutzt werden. Dadurch ergibt sich pro Betrieb ein Einsparpotenzial von rund 40.000 Kilowattstunden und bis zu 2.000 Euro pro Jahr." Neben umfangreichen Checklisten enthalten die Arbeitshilfen unter anderem Tipps zur Umsetzung rechtlicher Anforderungen und Hinweise für den Aufbau eines systematischen betrieblichen Umweltschutzes. Kleine und mittlere Unternehmen machen rund 90 Prozent der bayerischen Betriebe aus.

Die bayerischen Unternehmen sind Vorbild im betrieblichen Umweltschutz. Mehr als 4.000 Unternehmen engagieren sich freiwillig im Umweltpakt Bayern über das gesetzliche Maß hinaus für Umweltschutz und Ressourceneffizienz. Die Online-Branchenleitfänden sind ein Projekt im Rahmen des Umweltpakts. Sie wurden vom Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU) des Bayerischen Landesamts für Umwelt gemeinsam mit den Branchenverbänden umgesetzt. Das Bayerische Umweltministerium und die beteiligten Verbände teilen sich die Kosten in Höhe von 25.000 Euro.