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25.09.2014 | Energie, Klima- und Umweltschutz

Minister Remmel: Mit der Kraft-Wärme-Kopplung auf dem richtigen Weg

Zum Auftakt des 1. KWK.NRW-Forums der EnergieAgentur.NRW zog NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel heute (25. September) in Düsseldorf ein positives Zwischenfazit für den 2012 gestarteten Wettbewerb „KWK-Modellkommune NRW“. „Wir sind mit der Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung – das steht bereits heute fest – auf dem richtigen Weg. Vom Wettbewerb ,KWK-Modellkommune NRW‘ profitieren die Kommunen und es profitiert das Klima. Über 50 Teilnehmer an dem Wettbewerb zeigen, dass wir damit einen Nerv getroffen haben. Kommunen stärken durch die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung ihre Handlungsfähigkeit im Bereich des Klimaschutzes“, so der Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vor rund 200 Vertretern aus Städten, Gemeinden, Unternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen. Das KWK-Forum ist Teil der neuen Kampagne „KWK.NRW - Strom trifft Wärme“ der EnergieAgentur.NRW.

Die Landesregierung hatte den Wettbewerb im Jahr 2012 gestartet, er läuft noch bis 2017 und ist Bestandteil des KWK-Impulsprogramms, das die Einführung der Kraft-Wärme-Kopplung über mehrere Jahre mit insgesamt 250 Millionen Euro fördert. Ziel der Landesregierung ist es, bis 2020 den Anteil des Stroms, der in NRW mit KWK-Anlagen erzeugt wird, auf mindestens 25 Prozent zu erhöhen. „Wir haben uns nicht ohne guten Grund für die Förderung einer breiten Anwendung dieser Technologie entschieden. Die Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme. Wirkungsgrade über 90 Prozent sind für KWK Stand der Technik und für die getrennte Erzeugung in Kraftwerken und Heizungsanlagen ein meist nicht erreichbares Ziel. Entsprechend günstig fällt die Klima-Bilanz aus: Wegen der geringen Umwandlungsverluste ist der Primärenergieeinsatz effizient. Und weil weniger Primärenergie zur Erzeugung der Nutzenergie eingesetzt werden muss, fallen die CO2-Emission vergleichsweise gering aus. Mit dem Wettbewerb wollten wir die Einführung dieser Technologie, die so viele Vorteile hat, weiter voranbringen“, so Minister Remmel.

Auf dem 1. KWK.NRW-Forum stellten unter anderem die Vertreter der prämierten Kommunen (Stadt Bad Laasphe, Iserlohn, Krefeld, Gemeinde Ostbevern/ Stadt Telgte, Remscheid, Solingen, Wuppertal, Gemeinde Saerbeck) ihre Projekte vor. Unter den Konzepten befinden sich Projekte zur Nah- beziehungsweise Fernwärme, Brennstoffzellen-KWK als auch zu KWK aus Erneuerbaren Energien. Damit werden alle alltagsrelevanten technischen Anwendungen der KWK abgebildet. „Und das nicht ohne Grund, denn die Kommunen, die wir fördern, sollen Blaupausen schaffen. Sie sollen allen anderen Kommunen Vorbilder liefern, die dann auch in diesen Kommunen, die jetzt nicht besonders ausgezeichnet werden, umgesetzt werden können. Auf diese Weise werden die Modellkommunen zu Multiplikatoren“, erklärt der Minister.

Kommunen, die KWK-Projekte umsetzen wollen, erhalten in Unterstützung durch eine Leitstelle, die bei der EnergieAgentur.NRW und beim Projektträger ETN Jülich angesiedelt ist. Die Leitstelle ist für die fachliche und fördertechnische Begleitung und Beratung der Kommunen zuständig, ermöglicht die Kontaktvermittlung zu Know-how-Trägern und berät die Kommunen hinsichtlich der Umsetzung ihrer Vorhaben.

An der Kampagne KWK.NRW – Strom trifft Wärme, die die EnergieAgentur.NRW im Auftrag der Landesregierung durchführt, beteiligen sich mittlerweile über 50 Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen, um gemeinsam die KWK-Technologien und ihren Einsatz in vielen Aktionen und Maßnahmen voranzubringen. Online (seihe Link) informieren die EnergieAgentur.NRW und ihre Partner unter anderem über Förderinstrumente, Veranstaltungen, Projekte und das gesamte Spektrum von KWK: von der Stromerzeugenden Heizung in privaten Einfamilienhäusern, über eine komplette Energieversorgung durch Blockheizkraftwerke (BHKW) für Unternehmen und Verwaltungen bis zur Versorgung von Industrieunternehmen oder städtische Quartiere mit Fernwärme.