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29.06.2014 | Klima- und Umweltschutz

Huber: Klima-Update für Bayern - Klima-Report soll regionale Klimafolgen zeigen

Der Freistaat will gezielt auf die auch in Bayern spürbaren Folgen des Klimawandels reagieren. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber.

Der erste bayerische Klima-Report soll 2015 fertiggestellt sein. Die wissenschaftliche Grundlage für den Klima-Report sollen die neuesten Forschungsergebnisse nationaler und internationaler Experten bilden. Auch der Bayerische Klimarat soll sein Fachwissen in den Prozess einbringen. Die aufbereiteten Daten werden Unternehmen, Verbände und Bürger bei der eigenverantwortlichen Vorbereitung auf klimatische Veränderungen unterstützen. Huber: "Bayern nimmt seine regionale Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel sehr ernst. Im Gegenzug muss sich der Bund auf europäischer Ebene für ehrgeizige Klimaziele einsetzen. Die EU darf sich beim Klimawandel nicht hinter Rechenspielchen verstecken, sondern muss ihrer Vorreiterrolle nachkommen. Bayern hält in jedem Fall am Ziel fest, die energiebedingten CO2-Emissionen bis 2020 auf deutlich unter sechs Tonnen pro Kopf und Jahr zu senken. Bis 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen auf unter 5 Tonnen sinken."

In ganz Bayern werden bis 2050 die Niederschläge im Sommer deutlich abnehmen. In Nordbayern fällt schon heute ein Drittel weniger Regen als im Süden. Der bayerische Alpenraum reagiert besonders sensibel auf Klimaänderungen. Hier ist die Temperatur in den letzten 100 Jahren mit 1,5 Grad Celsius doppelt so stark gestiegen wie im globalen Durchschnitt. Eine Folge sind schmelzende Gletscher: So könnten in 20 bis 30 Jahren bis auf den Höllental-Gletscher auf der Zugspitze alle bayerischen Gletscher verschwunden sein. Aber auch die Natur verändert sich durch den Klimawandel. Langzeitbeobachtungen haben gezeigt, dass sich die Zahl der wärmeliebenden Pflanzen in den letzten 25 Jahren in Bayern nahezu verdreifacht hat.