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28.07.2014 | Gebäudemanagement, Klima- und Umweltschutz, Sanitär-Heizung-Klima

Adsorptionskältemaschinen erobern immer neue Anwendungsfelder

Kälte- und Klimaanlagen verbrauchen in Deutschland nach neuesten Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) immer noch circa 15% der gesamten Elektro-Endenergie. Schon lange versucht man daher von Seiten der Bundesregierung, die Anschaffung energiesparender Kältemaschinen zu fördern bzw. zu forcieren.

Einen immer größer werdenden Beitrag zur Effizienzsteigerung bei Kälte- und Klimaanlagen leisten mittlerweile Adsorptionskältemaschinen (AdKM). Deutsche Firmen wie die InvenSor GmbH mit ihren Standorten in Berlin und Lutherstadt Wittenberg treiben diese Entwicklung nicht nur im Inland, sondern auch international voran. Das Besondere an den vielfach preisgekrönten Kältemaschinen von InvenSor: Sie nutzen als Antriebsenergie Abwärme statt Strom und schonen die Umwelt zusätzlich, indem sie reines Wasser als Kältemittel verwenden.

Dank der innovativen Produkte und der zunehmenden Nachfrage nach effizienten und umweltfreundlichen Kälte- und Kühlanlagen befindet sich InvenSor seit einiger Zeit auf Expansionskurs. Wie das Unternehmen mitteilt, habe man allein in den vergangenen sechs Monaten schon mehr Auftragseingänge verzeichnet als im kompletten Geschäftsjahr 2013. Ein Grund für den Erfolg: Die Maschinen erobern immer neue Anwendungsfelder: Rechenzentren, Banken, Schulen, Möbelhäuser, medizinische Einrichtungen, Gaststätten, Autohäuser, aber auch kommunale Gebäude wie etwa das Rathaus in Marburg oder das Regierungspräsidium in Gießen werden mit Adsorptionskälteanlagen gekühlt. Ein aufstrebendes Marktsegment sind darüber hinaus Anwendungen in der Industrie, zum Beispiel in der Lebensmittelproduktion, Kunststoffverarbeitung oder bei Galvanikbetrieben. Hier verzeichnete die Firma InvenSor, deren Kälteanlagen u.a. bereits mit dem Kältepreis des Bundesumweltministeriums ausgezeichnet wurden, zuletzt die größten Zuwachsraten.

Sören Paulußen, Geschäftsführer der InvenSor GmbH, ist hochzufrieden mit der Entwicklung. „Wir merken deutlich, dass sich der Markt für thermisch angetriebene Kältemaschinen im Aufwind befindet. Die Bekanntheit bei Planern und Installationsbetrieben wächst. Wir können zunehmend attraktive Anwendungsmöglichkeiten erschließen. Gerade im Hinblick auf Industrieanwendungen mit Prozesskühlung haben wir in den vergangenen Monaten eine Reihe spannender neuer Projekte im In- und Ausland realisieren können.“

Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage vergrößert die InvenSor GmbH bereits seit Jahresbeginn die Vertriebsmannschaft. Das Team wird nun seit Juni 2014 von einem neuen Vertriebsleiter geführt: Hendrik Pilz kombiniert Fachwissen aus seiner Ausbildung als Ingenieur für Versorgungstechnik mit langjähriger Vertriebserfahrung und bringt Know-how aus den Bereichen Logistik und Unternehmensaufbau mit. Gründungsgesellschafter Uwe Eckstein konzentriert sich nun stärker auf Marketing und Entwicklung neuer Geschäftsfelder.

Die Anwendungsgebiete von Adsorptionskältemaschinen im Leistungsbereich von 5 – 100 kW sind vielfältig. In Deutschland arbeiten die meisten InvenSor-Maschinen in Anlagen mit sogenannter Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK). Sie erzeugen Strom, Wärme und Kälte durch eine clevere Verbindung von Blockheizkraftwerken (BHKW) und Adsorptionskältemaschinen (AdKM). Das BHKW produziert dabei Strom und Abwärme, welche je nach Bedarf direkt genutzt wird oder von den AdKM als Antriebsenergie eingesetzt wird.. Solche Gesamtanlagen bestechen durch eine hohe Laufzeit der Komponenten und eine attraktive Wirtschaftlichkeit mit Kapitalrücklaufzeiten zwischen 4 und 7 Jahren. Dank deutlich geringerer CO2-Emissionen als bei herkömmlichen Klimaanlagen schonen diese Anlagen auch noch Klima und Umwelt. „Wir verzeichnen derzeit auffallend viele neue Bestellungen von Industriebetrieben, speziell aus der kunststoffverarbeitenden Industrie. Hier erreichen wir auf Grund des Dauerbetriebs der Anlagen sehr gute Laufzeiten der Kältemaschinen und daher auch eine äußerst günstige Amortisation für die Gesamtanlagen. Ein sehr verheißungsvoller Anwendungsbereich für die Zukunft “, so Niels Braunschweig, Geschäftsführer und Entwicklungsleiter bei InvenSor.

InvenSor Adsorptionskältemaschinen gehören zu den anwenderfreundlichsten und zuverlässigsten Geräten auf dem Markt. So lassen sich Zieltemperaturen für Kaltwasser und für den Rücklauf im Antriebskreislauf über das mehrsprachige farbige Touch-Display sehr einfach einstellen. Sogar eine Nutzung als Wärmepumpe ist schon vorbereitet und kann am Gerät aktiviert werden. Mit der bereits integrierten Hydraulik können Fachleute und Planer ihre speziellen Lösungen wie z.B. Nutzung von freier Kühlung an kalten Tagen umsetzen, ohne die Komplexität und damit Fehleranfälligkeit der Gesamtanlage wesentlich zu erhöhen. Der leicht zu bedienende Inbetriebnahmemodus, die automatische Betriebsoptimierung und die standardmäßig vorhandene Internet-Schnittstelle machen die Geräte von InvenSor zu Plug & Play-Geräten, die selbst mit geringen Vorkenntnissen sehr gut zu bedienen sind.

InvenSor - Pioniere der anwenderfreundlichen Adsorptionskühlung
Die in Lutherstadt Wittenberg und Berlin ansässige InvenSor GmbH ist eines der führenden Unternehmen weltweit in der Entwicklung und Produktion von Adsorptionskältemaschinen in einem Leistungssegment von 5 kW bis 100 kW. Die Kältemaschinen von InvenSor erzeugen kaltes Wasser und nutzen dafür als Antriebsenergie Wärme statt Strom. Typische Wärmequellen sind Blockheizkraftwerke, Solaranlagen und industrielle Prozesse. Für die Kühlung gibt es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten wie beispielsweise Rechenzentren, Büroräume, Verkaufsräume, oder die Kühlung von industriellen Prozessen. Ingenieuren des Unternehmens ist es gelungen, so genannte Zeolithe in den Adsorptionsmaschinen sehr effektiv einzusetzen. Als Kühlmittel in der Anlage wird reines Wasser verwendet – das umweltfreundlichste Kältemittel, das es gibt!
Das Unternehmen, das 2009 und 2012 mit dem Kältepreis des Bundesumweltministeriums und 2010 mit dem Intersolar Award ausgezeichnet wurde, bietet Spitzentechnologie „Made in Germany“.