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17.12.2014 | Energie, Klima- und Umweltschutz

Mit Rückenwind in die Energie-Zukunft

Gestern erfolgte die notarielle Beurkundung der Unterzeichnung des Anteilskaufvertrags zwischen der NEV Erneuerbare Energien GmbH und der EnBW AG zum Erwerb einer Beteiligung am EnBW Wind Onshore Portfolio. Die NEV Erneuerbare Energien GmbH erwirbt die Hälfte des 16,66 %-Anteils an der Onshore Bündelgesellschaft 2, von denen es insgesamt drei gibt, im Wert von rund 16.000.000 Euro. Davon werden 8 Mio. fremdfinanziert, d.h. die NEV Erneuerbare Energien GmbH bringt 8.000.000 Euro aus eigenen Mitteln auf.

Beachtliche Zahlen für den Klimaschutz

Das Gesamtportfolio der 17 Windparks produziert in einem Planjahr 306 Mio. kWh(= 306 GWh). Dies entspricht einer CO2-Vermeidung von ca. 230.000 Tonnen p.a. – eine beachtliche Zahl. Die NEV Erneuerbare Energien GmbH steht mit ihrem Anteil für eine jährliche Produktion von rund 25,4 GWh Strom. Damit wird eine Einsparung von 19.090 Tonnen CO2 pro Jahr erreicht.

Energiewende verlangt Einsatz

NEV-Verbandsvorsitzender und Esslingens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger ist von den Vorteilen der Beteiligung an Erneuerbare Energie-Anlagen überzeugt: „Auch und gerade für unsere NEV-Städte und -Gemeinden sind Engagements an bestehenden Onshore-Windkraftanlagen interessant, weil die Beteiligung kommunalen Bedürfnissen entgegenkommt. Es besteht kein Projektentwicklungsrisiko, weil die Standorte bereits geprüft sind und die Anlagen auch neuesten Erkenntnissen im Langzeitabgleich standgehalten haben. Es muss auch keine Vorfinanzierung während der Bauphase erfolgen. Es werden ausschließlich von unabhängigen Experten nachweislich leistungs- und qualitätsgeprüfte Anlagen aufgenommen. Damit ist das Risiko kalkulierbar.“

NEV-Geschäftsführer Rüdiger Braun erläutert das Windkraft-Beteiligungsmodell mit der EnBW in seinen Einzelheiten: „Das Portfolio besteht aus 89 Windkraftanlagen in 17 Windparks mit insgesamt 156 MW. Alle Parks sind – bis auf eine Anlage im Bau in Kemberg – bereits in Betrieb und durchschnittlich drei Jahre alt. Wir investieren in moderne und technisch einwandfreie Anlagen. Die Anlagen namhafter europäischer Hersteller mit guter geografischer Verteilung in Deutschland sorgen für eine breite Risikostreuung. Durch die umfassenden Service- und Managementverträge sind die langfristige Absicherung von Betriebskosten und die Anlagenverfügbarkeit/-performance gegeben. Und wir besteigen ein gemeinsames Boot mit der EnBW, die selbst mit 50,02 % beteiligt bleibt und deren wirtschaftliche Interessen am Erfolg dieser Anlagen sich mit unseren decken. Ein Modell, das nach heutigem Ermessen beste Erfolgsaussichten hat!“

Dr. Jürgen Zieger kennt die Vielzahl der Argumente des Für und Wider bei Windkraftanlagen und ist der Überzeugung: „Auch wir als Kommunen müssen unseren Beitrag zur Energiewende leisten. Das schafft keiner im Alleingang – wenn wir es dann mit wirtschaftlich kalkulierbaren Risiken und interessanten Chancen tun können, ist es ein guter gemeinsamer Weg von starken Partnern.“

Der NEV beschreitet mit seinem kommunal fokussierten Engagement bei Erneuerbare Energie-Anlagen konkrete Wege in der Energiewende und bleibt damit auch für die Zukunft konsequent „kommunal elektrisierend“.

Über den NEV:
Der Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) ist ein kommunaler Zweckverband, dem 167 Städte und Gemeinden sowie 9 Landkreise angehören. Das Verbandsgebiet erstreckt sich vom Landkreis Heilbronn im Norden bis zum Landkreis Reutlingen im Süden von Baden-Württemberg. Der Sitz des Verbandes ist Esslingen am Neckar. Der NEV hat insbesondere die Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder auf dem Gebiet der Energieversorgung zu vertreten und auf eine einheitliche, zweckmäßige, wirtschaftliche und umweltschonende Energieversorgung der Gemeinden und aller Abnehmerkreise des Verbandsgebiets hinzuwirken. Im Rahmen dieser Aufgabe steht die hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle allen Gemeinden, Landkreisen, Behörden und Stromabnehmerverbänden zur Beratung zur Verfügung.