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21.12.2014 | Klima- und Umweltschutz, Stadtplanung

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BdB in Berlin - Kommunale Themen stehen im Fokus

Die Natur und die Umwelt stehen für Baumschulen im Mittelpunkt ihres Interesses, denn schließlich sind Boden, Luft und Wasser für Baumschulgärtner entscheidende Produktionsfaktoren. Die Erzeugnisse der Baumschulen, Bäume und Sträucher, Bodendecker, Kletterpflanzen, Rosen und vieles mehr werden in privaten Gärten, aber auch im öffentlichen Grün gepflanzt.

BdB-Präsident Helmuth Selders (li.) und Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft.

Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB und Mitglied im Vorstand der Stiftung DIE GRÜNE STADT.

Die Natur und die Umwelt stehen für Baumschulen im Mittelpunkt ihres Interesses, denn schließlich sind Boden, Luft und Wasser für Baumschulgärtner entscheidende Produktionsfaktoren. (Fotos: BdB)

Deshalb sind für den Bund deutscher Baumschulen e.V. (BdB) auch kommunale Themen und politische Entwicklungen im Umweltbereich wichtig.

Der richtige Ort

Baumschulen legen Wert darauf, dass für den jeweiligen Standort der richtige Baum ausgewählt wird und bieten mit ihrem großen Sortiment eine reiche Auswahl. „Der Standort bestimmt darüber, was möglich ist und das ist auch in unserer Verbandsarbeit so“, bringt Helmuth Selders, Präsident des BdB, den historischen Umzug seines Verbandes auf den Punkt. „Im November 2014 ist der BdB nach mehr als sechzig Jahren inPinneberg in die Bundeshauptstadt umgezogen. Wir versprechen uns davon vor allem eine Intensivierung des Meinungs- und Informationsaustausches mit den entsprechenden Bundes- und Landesministerien, mit Repräsentanten der Bundesregierung, den politischen Vertretern aller Fraktionen und auch auf EU-Ebene. Das ist wichtig, um dafür Sorge zu tragen, dass die Produktionsbedingungen für unsere Baumschulen handhabbar und wir auf dem Markt konkurrenzfähig bleiben. Es ist aber ebenso wichtig, dass wir uns in Berlin im Schulterschluss mit Städte- und Landschaftsplanern, dem Garten- und Landschaftsbau und nicht zuletzt den Gartenamtsleitern in Zukunft noch stärker dafür einsetzen, dass die Städte und Gemeinden in Deutschland eine gute Zukunft haben“, so Selders.

Großer Stellenwert von Grün

Anlässlich der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle des BdB in Berlin hatte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, die Bedeutung der Baumschulen für ein grünes Lebensumfeld gewürdigt. „Besonders in Städten sind Grünflächen Rückzugs- und Erholungsräume im Alltag. Außerdem ist ihr Beitrag zum städtischen Kleinklima nicht zu unterschätzen: Parks und Wiesen gleichen die Temperatur aus und filtern Staub und andere Immissionen. Ohne die Leistung der Baumschulen wäre das nicht möglich“, so Bleser. Er verwies unter anderem auf einen gemeinsam vom BMEL und dem Bundesumweltministerium für Juni 2015 geplanten Kongress zum Thema Stadtgrün und ermutigte die grünen Verbände, „ihre Leistungen für ein lebenswertes Umfeld noch stärker als bisher in den Vordergrund zu rücken“.

Bürgerbeteiligung neu denken

Viele Menschen möchten sich gerne für ihr direktes Lebensumfeld engagieren, dabei spielen die Grünflächen und Freiräume in Städten eine besondere Rolle. „Wenngleich sich viele Städte, Kreise und Gemeinden hier Unterstützung ihrer Bürgerinnen und Bürger wünschen, scheitert die Realisierung aber oft an formalen Hürden“, so Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB und Mitglied im Vorstand der Stiftung DIE GRÜNE STADT. Aber es gibt auch Beispiele für neue Formen der Zusammenarbeit. Die Stadt Köln beispielsweise ruft auf ihrer Website Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf. Wörtlich heißt es da: „Sie möchten ein Stück Natur vor Ihrer Haustür hegen und pflegen? Ein Stück Verantwortung übernehmen für das Ortsbild, zur Verbesserung der Umwelt und des Klimas für Pflanzen und Tiere? Wir suchen engagierte Bürgerinnen und Bürger, die eine Patenschaft übernehmen für ein Stück Grün, einen Baum oder den Bereich rund um einen Baum, also eine Baumscheibe. Leider können wir in Zeiten knapper Kassen die städtischen Grünanlagen nicht mehr so pflegen, wie Sie und wir es uns wünschen. Selbstverständlich kümmern wir uns nach wie vor um den professionellen Baumschnitt und pflanzen neue Bäume und Sträucher.“ (Quelle: siehe Link)

Dies ist nur ein Beispiel für neue Formen der Bürgerbeteiligung, die sich in jüngster Zeit entwickeln. Guhl: „Auch Public Private Partnerships mit der lokalen Wirtschaft oder Projekte mit Stiftungen und örtlichen Vereinen bieten sich an, wenn Städte und Gemeinden alternative Formen suchen, um Lebensqualität mit Grün für ihre Bürger sicherstellen zu können.“