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30.09.2013 | Klima- und Umweltschutz, Messen

Luftreinhaltung auf der IFAT 2014 - Schlechte Luftqualität ist eine weltweite Herausforderung

Von der Abscheidung von Flüssigkeiten, Feststoffen und Schadgasen über die Rauchgasreinigung bis zur biologischen Abluftreinigung - neue Luftreinhaltungstechnologien gehören seit jeher zum Ausstellungsrepertoire der weltweit wichtigsten Umwelttechnologiemesse IFAT, die vom 5. bis 9. Mai 2014 auf dem Münchner Messegelände stattfindet.

Und das mit gutem Grund: Weltweit sterben pro Jahr mehr als zwei Millionen Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung. Das hat ein Forscherteam der Universität von North Carolina/USA in einer aktuellen Studie ermittelt. Schuld an den Todesfällen sind Herz- und Lungenerkrankungen, die laut den Wissenschaftlern hauptsächlich von Feinstaub hervorgerufen werden. Am stärksten betroffen seien dicht besiedelte Regionen in Indien sowie Ost- und Südostasien, aber auch in Europa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Generell ist damit zu rechnen, dass die Herausforderungen, die mit schlechter Luftqualität für die menschliche Gesundheit einhergehen, weiter steigen werden. Der britische Umweltforscher Prof. Frank Kelly vom King's College London/Großbritannien geht sogar davon aus, dass die Umweltauswirkungen von Luftverschmutzung in Zukunft die der bisher als besonders brennend eingestuften Problemfelder "Verunreinigtes Wasser" und "Abfallentsorgung" übertreffen werden.

Neben strukturellen Veränderungen, zum Beispiel im Verkehr oder der Energieversorgung, werden als Gegenmaßnahmen auch zukünftig leistungsfähige Luftreinhaltungstechnologien gefragt sein. Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind die deutschen Unternehmen der Branche derzeit solide aufgestellt und treiben Innovationen voran.

Christine Montigny, Referentin der Fachabteilung Luftreinhaltung des VDMA: "Aktuell beobachten wir eine Forcierung der Themen Energieeffizienz, Lebenszykluskosten und Umweltschutz. Dies wird zumindest mittelfristig für positive Impulse sorgen".

Der technologische Fortschritt des integrierten Umweltschutzes in den letzten Jahren habe zwar den Bedarf an nachgeschalteter Technik generell reduziert. Dagegen haben hoch spezialisierte Nischenprodukte, gerade wenn sie integraler Bestandteil des Produktionsprozesses sind, weltweit nach wie vor sehr gute Chancen. So böten beispielsweise mehr und mehr Hersteller und Anlagenbauer Systeme zur Rückgewinnung von Energie oder Sekundärrohstoffen aus den Abluftströmen an.

Ihr Verbandskollege Guntram Preuß, Referent für Marktinformation, präzisiert, "dass der Umsatz deutscher Unternehmen mit Luftreinhaltungstechnik für industrielle Prozesse bei mehr als zwei Milliarden Euro im Jahr liegt und auch 2013 weiter zulegen wird."

"Außer Wirtschaftlichkeitsüberlegungen sind es vor allem die sich international verschärfenden gesetzlichen Vorgaben zur Luftreinhaltung, die den Markt ankurbeln und Innovationen provozieren", betont Montigny.

Innovationen im Segment der Luftreinhaltung werden auch zahlreiche Aussteller der IFAT präsentieren. Eine detaillierte Übersicht der Unternehmen, die kommendes Jahr an der weltweit wichtigsten Umwelttechnologiemesse teilnehmen, gibt es ab November in der Ausstellerdatenbank online. Eine vorläufige Ausstellerliste ist bereits jetzt unter
www.ifat.de/de/Ausstellerliste zum Download verfügbar.

Weitere Informationen gibt es unter www.ifat.de