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22.04.2013 | Gebäudemanagement, Gebäudesanierung, Klima- und Umweltschutz

Bayerische Allianz steht für starken Klimaschutz

Der Freistaat Bayern plant als Beitrag zum Klimaschutz unter anderem, bis 2021 den Wärmebedarf in öffentlichen, privaten und gewerblichen Gebäuden um 20 Prozent zu reduzieren.

Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber anlässlich des Starts der sechsten Bayerischen Klimawoche in Pfaffenhofen: "Wir können unsere Klimaziele erreichen und gleichzeitig die Energiewende erfolgreich umsetzen. Dazu müssen wir gemeinsam anpacken. Jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Jeder Beitrag zählt."

Bayern hat ambitionierte Klimaziele: Bis 2020 soll der CO2-Ausstoß pro Kopf und Jahr auf deutlich unter 6 Tonnen gesenkt werden. Als Vorreiter beim Klimaschutz hat Bayern bereits 2009 als erstes Bundesland eine Klima-Anpassungsstrategie entwickelt.
Huber: "Der Klimawandel ist ein globales Problem mit regionalen Konsequenzen. Er erfordert daher Lösungen vor Ort, aber auch den Einsatz des Bundes. Der Bund ist insbesondere gefordert, den Energie- und Klimafonds langfristig mit ausreichenden Mitteln auszustatten."

Besonderes Augenmerk im Freistaat wird auf den Gebäudesektor gelegt, denn rund 40 Prozent des Gesamtenergieeinsatzes sowie 35 Prozent der CO2-Emissionen entfallen auf Gebäude. Bayern geht hier mit gutem Beispiel voran: Zukünftig entstehen neue Verwaltungsgebäude regelmäßig auf Basis des Passivhausstandards. Mit einem Sonderprogramm von 150 Millionen Euro wurden außerdem in den Jahren 2008 bis 2011 rund 450 staatliche Gebäude energetisch saniert. Dadurch konnten jährliche CO2-Emissionen von über 32.000 Tonnen eingespart werden.
Im Freistaat werden damit jedes Jahr über 105 Millionen Kilowattstunden weniger Energie verbraucht. Für den Klimaschutz sei aber flächendeckend großes Engagement nötig, für das breit geworben werden müsse.

Huber: "Klimaschutz braucht starke Partner, die als Multiplikatoren wirken und Klimaschutzprojekte vor Ort umsetzen. In der Klima-Allianz Bayern haben sich 22 Partner aus der Mitte der Gesellschaft zusammen geschlossen. Die Bayerische Klimawoche ist ein gemeinsames Erfolgsmodell für gelebten Klimaschutz."

Die Bayerische Klimawoche findet dieses Jahr in der Zeit vom 21. bis 28. April statt. Ziel ist es, die Menschen mit vielfältigen Aktivitäten für den Klimaschutz und den verantwortlichen ökologischen Umgang mit Energie zu sensibilisieren. Exkursionen, Ausstellungen, Energieberatungen oder Workshops sollen zum Weiterdenken und Mitmachen anregen. Insgesamt finden in der Klimawoche bayernweit über 100 Veranstaltungen statt, beispielsweise werden die Ergebnisse des Projekts "Sparflamme" der Evangelisch-Lutherischen Kirche vorgestellt. Seit 2008 hat der Freistaat insgesamt knapp eine Milliarde Euro für den Klimaschutz ausgegeben. Damit wurde ein Beitrag dazu geleistet, den energiebedingten CO2-Ausstoß seit 1990 um über 1 Tonne pro Kopf und Jahr auf jetzt 6 Tonnen zu senken. Das ist ein Drittel niedriger als der Bundesdurchschnitt.
Bis 2016 will Bayern rund eine weitere Milliarde Euro in Energie, Klimaschutz und Innovation investieren.

Der Veranstaltungskalender und weitere Informationen zur Klimawoche sind unter www.klimawoche.bayern.de
abrufbar.

Umfassende Informationen rund um das Thema Klimaschutz bietet die neue Broschüre "Klimaschutz Bayern 2020". Sie steht unter www.bestellen.bayern.de
zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Weitere Informationen: http://www.klima.bayern.de