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07.02.2012 | Energie, Klima- und Umweltschutz, Messen

Nordrhein-Westfalen soll führendes Bundesland für Klimaschutz und Klimaforschung in Europa werden

Forschungsministerin Svenja Schulze und Klimaschutzminister Johannes Remmel sehen in der beschleunigten Energiewende große Chancen für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort NRW.

Remmel sagte heute (7. Februar) bei der Eröffnung der Energiemesse E-world energy & water in Essen: "Klimaschutz ist ein Fortschrittsmotor. Wir wollen unsere Wirtschaft deshalb stärken und zugleich wirksamen Klima- und Umweltschutz für unsere Bürgerinnen und Bürger sicherstellen. Der richtige Weg ist, beides zusammen zu führen: Mit ökologischer Erneuerung und Klimaschutz sind große wirtschaftliche Chancen verbunden. Viele innovative und moderne Firmen haben dieses Wachstumspotenzial bereits erkannt. Wir wollen und müssen es für Nordrhein-Westfalen nutzen. Das ist Klimaschutz - Made in NRW."

"Eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Stromversorgung ist unverzichtbar für das Industrieland Nordrhein-Westfalen. Dabei haben Versorgungssicherheit und Stabilität der Energiepreise für die Landesregierung den gleichen Stellenwert wie ökologische Zielsetzungen", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.
"Damit wir die großen Chancen der Energiewende nutzen können, gehören Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung ebenso zusammen wie Wissenschaft und Wirtschaft", so Ministerin Schulze.
"Wir wollen unsere führende Rolle im Bereich der Elektromobilität, der Speicherforschung sowie der Windkrafttechnik weiter ausbauen und zeigen, wie die Bewältigung des Klimawandels sozialverträglich gelingen kann."

NRW geht beim Klimaschutz voran: Die Landesregierung hat als erstes Bundesland ein Klimaschutzgesetz mit konkreten Reduktionszielen vorgelegt und wird ab Februar in einem breiten gesellschaftlichen Diskurs einen Klimaschutzplan aufstellen mit konkreten Zwischenschritten und Maßnahmen. "Das Energie- und Industrieland Nordrhein-Westfalen wird durch das geplante erste deutsche Klimaschutzgesetz zum Schrittmacher für den Klimaschutz und zum Vorbild für den Bund und andere Länder", so Remmel.

Die Branche der erneuerbaren Energien in NRW boomte in den letzten Jahren - trotz Wirtschafts- und Finanzkrise: Der Anteil des in NRW aus erneuerbaren Quellen produzierten Stroms ist im Jahr 2010 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, bei der Wärme waren es 7,2 Prozent, so eine Analyse des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Diese positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Wirtschaftsdaten: Die Umsätze der regenerativen Energiewirtschaft sind in diesem Zeitraum um mehr als 20 Prozent auf rund 8,3 Milliarden Euro gestiegen, die Zahl der Beschäftigten ist um fast zehn Prozent gewachsen. Mehr als 26.000 Menschen an Rhein und Ruhr arbeiten bereits in dieser Zukunftsbranche. Die Branche der erneuerbaren Energien und der Umwelttechnologien sind damit wichtige Wachstumsmotoren.

Nordrhein-Westfalen habe die dichteste Hochschul- und Forschungslandschaft Europas, betonte Wissenschaftsministerin Schulze. "Eine entscheidende Stärke unseres Standorts liegt in der engen Zusammenarbeit der besten Forscherinnen und Forscher an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in NRW mit den Unternehmen der Energiebranche."