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08.11.2011 | Energie, Klima- und Umweltschutz

"Mitgliedsstaaten sollen selbst entscheiden, wie sie das Energieeffizienz-Ziel erreichen"

Zusammen mit dem Verband kommunaler Unternehmen Österreichs (VKÖ) unterstützt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) das Ziel der Europäischen Union (EU), die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu verbessern.

Damit das gelingt, schlagen die Verbände dem Europäischen Parlament (EP) vor, dieses Ziel als verbindliche Regelung in die zukünftige EU-Energieeffizienzrichtlinie aufzunehmen. Über den Richtlinienentwurf werden demnächst EP und Ministerrat verhandeln.
"Die Mitgliedsstaaten sollten allerdings selbst entscheiden, wie man diese Ziele erreicht", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.
"Ein verpflichtendes Ziel räumt den EU-Staaten ein, zur Zielerreichung eigene Instrumente in Kombination mit oder auf Basis bereits bestehender Instrumente zu entwickeln."
Zudem würde dabei dem Subsidiaritätsprinzip Rechnung getragen.

Nach Einschätzung des VKU ist das Erreichen der Klimaschutzziele eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe, die auch gesamtwirtschaftlich gelöst werden muss. Den Energieversorgern komme hierbei eine wichtige Rolle zu, die sie bereits im besonderen Maße ausfüllen.
Reck: "Bereits heute bieten kommunale Energieversorger sowohl Haushalts- als auch Gewerbekunden attraktive Energiedienstleistungsangebote an. Diese Dienstleistungen werden zukünftig noch weiter ausgebaut."

Dazu benötige es aber nicht den Aufbau parallel verpflichtender und bürokratischen Maßnahmen. Insbesondere durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) lässt sich die Energieeffizienz enorm verbessern. Allein in Deutschland spart die KWK aufgrund ihrer hohen Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent Emissionen in einer Größenordnung von ca. 40 bis 50 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ein.
"Wir begrüßen daher ausdrücklich die Stärkung des KWK-Ausbaus mit dem Ziel, hierfür die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, zum Beispiel durch den vorrangigen Netzzugang für KWK-Strom."