Public Manager
09.11.2010 | Klima- und Umweltschutz

Kommunales Energieforum stärkt den Einsatz für Energieeffizienz in der Metropolregion Mitteldeutschland

Trotz klammer Kassen und schwieriger Rahmenbedingungen durch die Auswirkungen des demografischen Wandels sind die Kommunen in der Metropolregion Mitteldeutschland in Sachen Klimaschutz zunehmend aktiv. Rund 40 Kommunalvertreter nutzten das Kommunale Energieforum am Freitag, 5. November, in Dresden, um zahlreiche neue Impulse und Anregungen für ihre eigene kommunale Praxis mit nach Hause zu nehmen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen vielfältige Best-Practice-Beispiele und der intensive Dialog der Teilnehmenden untereinander sowie mit Experten. Themen waren - neben Finanzierungsmöglichkeiten - vor allem verfügbare Technologien, deren Chancen und Grenzen sowie Möglichkeiten der Sensibilisierung auf breiter Ebene.

Die Teilnehmenden des Forums in Dresden wünschten sich vor allem politische Leitfiguren und Treiber für das Thema Energieeffizienz in den Kommunen. Darüber hinaus sahen die Teilnehmenden große Chancen in verschiedenen Formen von Kooperationen: zum einen Netzwerke und Austausch der Kommunen untereinander - beispielsweise anhand von Bürgermeistertreffen, zum anderen enge Zusammenarbeit mit Stadtwerken und Energieagenturen.

Das Kommunale Energieforum in Dresden war Teil einer bundesweiten Veranstaltungsreihe von insgesamt zehn Kommunalen Energieforen und stand unter der Schirmherrschaft von Helma Orosz, Oberbürgermeisterin der sächsischen Landeshauptstadt Dresden und Vorsitzende des gemeinsamen Ausschusses der Metropolregion Mitteldeutschland.

In seinem Impulsvortrag stellte Dr. Mathias Böttger, Abteilungsleiter im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, die provokante Frage: "Ernten wir im Jahr 2100 in Sachsen Bananen?" Seine Ausführungen zeigten die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte auf, projizierten diese Ergebnisse in die Zukunft und machten einmal mehr deutlich: "Wir müssen jetzt etwas tun! Und zwar nicht nur in Sachen Klimaschutz, sondern gleichermaßen auch, um die bereits vorhandenen Klimaveränderungen aufzugreifen. Denn diese sind zum größten Teil nicht mehr umkehrbar."

www.ifok.de