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23.02.2010 | Abfallwirtschaft

Sekundärrohstoffe und Klimaschutz auf der "waste to energy"

Das Recycling von Metallen und Edelmetallen aus Altgeräten bietet erhebliche CO2-Einsparungspotenziale. Zu diesem Ergebnis kommt der bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. So lassen sich mit Hilfe von Sekundärrohstoffen beispielsweise pro erzeugter Tonne Kupfer rund 1,2 Tonnen zusätzlicher Kohlendioxidausstoß vermeiden. Dies entspricht einer Ersparnis von 41 Prozent gegenüber den Emissionen aus der sogenannten Primärproduktion.

Die "waste to energy" Fachmesse und Konferenz für Abfallverwertung, Energierückgewinnung und Materialrecycling am 5. und 6. Mai 2010 in der Messe Bremen nimmt das Spannungsfeld "Sekundärrohstoffe und Klimaschutz" in den Fokus. Die fünfte Auflage des Treffpunkts für die Ver- und Entsorgungswirtschaft findet mit Unterstützung wichtiger Branchenverbände statt.

Die Recycling- und Entsorgungswirtschaft kann laut bvse bis zu einem Drittel zum EU-Klimaschutz beitragen. In Zahlen entspricht dies einer Einsparung von bis zu 244 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten bis zum Jahr 2020. Die Einsparungsmöglichkeiten ergeben sich sowohl aus der Nichtablagerung von Abfällen auf Deponien und der damit verbundenen Vermeidung des Treibhausgases Methan, als auch aus der Aufbereitung von Reststoffströmen. Dadurch werden knappe Ressourcen geschont und zusätzliche Emissionen durch Rohstoffabbau und lange Transportwege verhindert.

Welche Aufbereitungs- und Verwertungsoptionen technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll sind, darüber informiert der Themenschwerpunkt "Sekundärrohstoffe" in der "waste to energy"-Konferenz. Darüber hinaus berichtet Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse, über die Herausforderungen und Chancen für die Branche, die sich gerade erst von der Wirtschaftskrise erholt.

In der Ausstellung präsentieren Maschinen- und Anlagenbauer aus dem In- und Ausland im Sekundärrohstoff-Pavillon neueste Sortier- und Aufbereitungstechnik. "Die 'waste to energy' zeigt, dass sich energetische und stoffliche Verwertung ergänzen", erklärt Dr. Ines Freesen, Geschäftsführerin der Freesen & Partner GmbH, Fachpartner der Messe Bremen bei der Durchführung der "waste to energy".
"Der 'Abfallproduzent', das heißt die Kommune oder der Industriebetrieb, sind gefordert, mit den bei ihnen anfallenden Reststoffen die bestmögliche Verwertungslösung zu erzielen. Dabei spielen Kosten, Klimaschutz und technische Machbarkeit gleichermaßen eine Rolle. Konferenz und Messe sollen Antworten darauf liefern, wie sich dies am besten in Einklang bringen lässt."

Die internationale Fachmesse und Konferenz "waste to energy" findet vom 5. bis 6. Mai 2010 zum fünften Mal statt. Veranstalter ist die Messe Bremen, erwartet werden mehr als 100 Aussteller und rund 2.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Partnerland der "waste to energy" ist diesmal Großbritannien. Für Firmen, die sich für den britischen Markt interessieren, bietet die Veranstaltung gezielte Informationsforen. Außerdem stehen Vortragsangebote speziell für Fachteilnehmer aus UK auf dem Programm.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.wte-expo.de.